Information Design

Auf den folgenden Seiten möchte ich versuchen, dass Wissen um die Prinzipien und den optimalen Einsatz von Visualisierung und Informationsdarstellung mit (SAP) BI-Werkzeugen zu sammeln. Über Feedback und Diskussionen bin ich sehr dankbar.

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Wikipedia schreibt „Informationsdesign ist im weitesten Sinne die Selektion, Organisation und Präsentation von Informationen.“

Für mit aus Sicht Business Intelligence ist Information Design ein Handwerkszeug, um die Darstellung und damit auch die Aufnahme von Informationen in Berichten und Analysen zu optimieren. Dabei geht das Thema über Diagramme klar hinaus. Obwohl Visualisierung dabe letztendlich eine zentrale Rolle spielt.

Auch die SAP nimmt sich dem Thema Visualisierung immer stärker an wie bspw. SAP Lumira oder die Erweiterung von graphomate für SAP BO Dashboards, SAP Design Studio und mittlerweile auch Lumira zeigen. Trotzdem hat man manchmal den Eindruck, dass dies etwas stiefmütterlich gehandhabt wird. Da wird 2013 das Projekt LAVA aus der Taufe gehoben, aber dann hört man fast nichts mehr davon. In BusinessObjects Cloud werden Hichert-Prinzipien verwendet, aber sonst muss man halt graphomate kaufen. Für Lumira gibt es sogar ein Datenvisualisierungshandbuch, welches jedoch kaum über Google auffindbar ist, geschweige den sonst irgendwo von der SAP ordentlich verlinkt wird.

Der Erfolg von BI-Werkzeugen wie Tableau oder dem DeltaMaster von Bissantz & Company zeigen ebenfalls, dass ein hoher Bedarf an Visualisierung von Informationen herrscht.

Die Geschichte der modernen Visualisierung von Informationen lässt sich wohl gut 250 Jahre zurückverfolgen. Personen wie William Playfair, Charles Joseph Minard, Florence Nightingale und John Snow haben hier die ersten nachhaltigen Impulse gesetzt. Angetrieben durch Menschen wie Edward Tufte, Stephen Few und dem in Deutschland auch sehr bekannten Rolf Hichert, werden die Themen Visualisierung und Information Design immer stärker in in die BI-Welt getragen.

Eine Vielzahl von Diagrammarten stellen moderne BI-Werkzeuge heute zur Verfügung. Oft in einer Vielzahl an Varianten und Unterarten.

  • Punktdiagramm
    • Blasendiagramm
    • Steudiagramm
    • Streumatrixdiagramm
  • Liniendiagramm
  • Flächendiagramm
  • Balkendiagramm
    • Säulendiagramm
    • Bullet Graph
    • Histogramm
    • Gestapeltes Balkendiagramm
      • Marimekko
    • Gantt
  • Kreisdiagramm
    • Ringdiagramm
  • Netzdiagramm / Radar
  • Netzwerkdiagramm
  • Parallel Coordinates Chart
  • Heat Map / Tree Map
  • Wasserfalldiagramm
  • Sankey Diagramm
  • Sparklines
  • Scatter Plot
  • Box Plot
  • Messuhr / Gauge
  • Trichter
  • Geo-Diagramm

Die Gestaltprinzipien bilden eine wichtige Grundlage für das Verständnis der visuellen Wahrnehmen und somit auch dem Funktionsprinzip von Diagrammen und Informationsvisualisierung. Die Prinzipien sind zuerst einmal sehr allgemein gehalten, bieten jedoch Hilfestellung, gerade bei eher weniger bekannten Diagrammen/Visualisierungen.

  • Prägnanz: Eine Figur wird so wahrgenommen, dass sie einer möglichst einfachen Struktur entspricht
  • Nähe: Bildelemente werden als zusammengehörig empfunden, wenn diese nahe beieinanderliegen
  • Ähnlichkeit: Bildteile gleicher Form oder Farbe werden als Ganzes gesehen
  • Symmetrie: Symmetrische Strukturen werden dem gleichen Objekt zugeordnet
  • Gemeinsame Bewegung (Common fate): Gleiche Bewegungen und gleichzeitiges Erscheinen oder Verschwinden von Bildelementen erzeugt eine Zusammengehörigkeit
  • Kontinuität: Bildelemente, die eine Fortsetzung vorangehender oder unterbrochener Elemente zu sein scheinen, werden als zusammengehörig angesehen
  • Geschlossenheit: Linien, die eine Fläche umschließen, werden unter sonst gleichen Umständen leichter als eine Einheit aufgefasst als diejenigen, die sich nicht zusammenschließen
  • Gemeinsame Region: Elemente in abgegrenzten Gebieten werden als zusammengehörig empfunden
  • Verbundene Elemente: Verbundene Elemente werden als ein Objekt wahrgenommen

 

Regelwerke

 

Zu guter Letzt das „Mantra der Informationsvisualisierung“ (Visual information seeking mantra):

Overview first, zoom and filter, then details-on-demand. [Shneiderman, 1996]

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