SAP Cloud Analytics Journey

Bill McDermott macht klare Ansagen. SAP soll „The Cloud Company“ werden. SAP Cloud wird die Basis für die Digitale Transformation. Basierend auf HANA, unterstützt durch Machine Learning und das SAP Leonardo IoT-Portfolio und versehen mit der preisgekrönten Fiori User Experience.

Das ist der Weg, den SAP aktuell geht. Seit 02/2010 ist er Vorstandssprecher der SAP SE. Betrachtet man einmal, was sich seither getan hat, kann man fast nur staunen.

SAP hat sich hier vom organischen Wachstum abgewendet und Milliardenübernahmen getätigt und gleichzeitig Bereiche wie BI/Analytics massiv vorangetrieben:

SAP Cloud (Analytics)
SAP’s Cloud Analytics-Reise
Quelle: Eigene Recherche, Internet

Laut Capital Market Day-Präsentation 2017 macht SAP in 2016 rund 3 Milliarden € Umsatz und verzeichnet 125 Millionen User für die Cloud. Gut, schaut man sich mal ein wenig die Akquisitionskosten an, so hat man das noch lange nicht wieder eingespielt. Aber es geht hier natürlich um das Geschäft der Zukunft.

Bill McDermott hat damit klar gezeigt, zu was er bereit und entschlossen ist.

Betrachtet man nun mal die Cloud Analytics-Ebene, dann ist doch interessant, dass BusinessObjects bereits 2006 auf die Cloud gebaut hat. Nach der Übernahme 2008 hatte SAP also bereits ein erstes Cloud Analytics-Angebot im Hause.

2010 wurde dies darauf hin neu als BI on Demand gelaunched. Damals schon mit freiem Test-Account, bei dem man mit zumindest kleinen Datenmengen den schon bald HANA-basierten BO Explorer ausprobieren konnte.

Nach meinem Gefühl hat BI on Demand jedoch niemals wirklich Fahrt aufgenommen. mit dem in 2013 gestarteten SAP Lumira Cloud-Angebot, war dann der BO Explorer wohl doch auch nicht mehr so interessant.

Ende 2015 kam dann die Info, dass Lumira Cloud mit dem Release 1.28 nicht mehr weiter aktualisiert wird. Ende 2014 wurde ja auch schon parallel Cloud for Planning (C4P) gestartet. Einige Monate später sickerte dann Projekt Orca durch, welches dann ein Jahr nach Start von C4P den Namen Cloud for Analytics (C4A) bekommen sollte. Damals wurde auf zusätzliche BI-Funktionalitäten verwiesen, welche diesen evolutionären Schritt rechtfertigen sollte.

Kein Jahr hat der Name gehalten, bis dann Mitte 2016 die Umbenennung in BusinessObjects Cloud folgte. Dazu kamen gewisse Predictive-Fähigkeiten. Wie wir wissen, sollte dies in der jungen Geschichte nicht die letzte Umbenennung sein. Folgte doch zur SapphireNow 2017 im Mai die Umbenennung in SAP Analytics Cloud. Ein Schritt, den beispielsweise Gartner-Analystin Cindi Howson als „smart“ bezeichnete.

Interessant ist jedoch noch zu vermerken, was parallel geschehen ist. So wurden Anfang 2016 die Predictive Services innerhalb der SAP Cloud Plattform (damals noch HANA Cloud Plattform) bereitgestellt und damit analytische HANA-Fähigkeiten in der Cloud verfügbar gemacht. Zeitgleich wurde mit der Übernahme von Roambi auch der Mobile BI-Aspekt im bestehenden Cloud Analytics-Portfolio gestärkt.

SAP Analytics Hub bildet mit dem letzten Renaming wohl nur den vorläufigen Höhepunkt der SAP Cloud Analytics Journey.