Cloud BI – Stand der Dinge 2017

2016 war ein wichtiges Jahr für Business Intelligence & Analytics in der Cloud im Speziellen und für Cloud Computing im Allgemeinen. Viele große Anbieter haben mittlerweile eine Cloud BI-Lösung im Angebot und bilden damit einen vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, welche seit Anfang der 00er-Jahre mit Salesforce.com ihren Anfang genommen hatte.

Cloud Computing selbst hat sich mittlerweile etabliert und ist fester Bestandteil viele IT-Strategiediskussionen.

Laut [BARC2017] sind die Vorteile klar. Eine schnellere Verfügbarkeit, minimale Einbindung der IT, geringe Investitionen (Capex vs. Opex) und die vielgepriesene Elastizität der Ressourcen. [Forrester2015] fast es noch kompakter zusammen: Geschwindigkeit und Agilität.

Jedoch sind auch klar Risiken zu sehen, wie bei [TDWI2016] z. B. Datensicherheit, Datenschutz sowie Regulatorische Vorgaben und Compliancevorschriften.

Nach [EMA2015] gehören zu den wichtigsten Maßnahmen zum Schutz der Daten:

  • Verschlüsselung von inaktiven Daten
  • Audit Trails bzgl. Datenzugriff und Datenänderungen
  • Automatisierung von Regeln zur Datenspeicherung Fortgeschrittene
  • Authentifizierungsmethoden bzgl. der Datenverbindung
  • Maskieren von Daten basierend auf einem Berechtigungskonzept

 

[BARC2017] sieht für Cloud BI die folgenden Hot Spots:

  • Cloud BI hat den Tipping Point erreicht – Obwohl Datenschutz immer noch ein kritisches Thema ist, werden sich viele Unternehmen bewusst, dass die Daten in einer Public Cloud evtl. sicherer sind, als im eigenen Rechenzentrum.
  • Power User dominieren Cloud BI – Während normale Anwender Berichte und Dashboards konsumieren, analysieren Power User Daten, erstellen Berichte und bereiten zu einem Teil die Daten selbständig auf.
  • BI vor Datenmanagement – Unternehmen betreiben leichter BI in der Cloud, als dort ein Data Warehouse oder ein Data Mart aufzubauen und Datenintegration aufzubauen.
  • Public Cloud gibt die Richtung vor – Public ist die bevorzugte Form, gefolgt von Hybrid oder Private-Angeboten.
  • Cloud BI Outsourcing ist real – Mit Cloud wird automatisch ein Teil der Infrastruktur outgesourced. Viele gehen noch weiter in Richtung Managed Services.
  • Kleine Unternehmen zeigen, wo es lang geht – Kleine Unternehmen gehen eher in die Cloud als große und bevorzugen hier auch Public Cloud-Angebote
  • Nordamerika nutzt eher Cloud als Europa – Die Unternehmen sehen Cloud eher strategisch und preferieren die Public Cloud, während Europa im Bereich Private Cloud stark ist.

 

Das Cloud BI im Vergleich zu CRM oder ERP-Anwendungen erst jetzt auf dem Markt ins Laufen kommt, hat lt. [EMA2015] seine Gründe:

  • Die für BI zugrundeliegenden Datenmodelle sind im Vergleich sehr unternehmensindividuell
  • Ebenfalls im Frontend gibt es typischerweise keinen Standardprozess
  • Die zwischen Quellsystemen und BI-System ausgetauschten Datenmengen sind typischerweise deutlich höher als bei transaktionalen Anwendungen

 

[Forrester2015] gibt bei der Auswahl eines Cloud BI-Anbieters folgendes zu beachten:

  • Der Abgleich des Cloud-Angebots mit den eigenen Anforderungen und Erwartungen
  • Die Berücksichtigung hybrider Modelle zur Kombination von On-Premise und Cloud BI
  • Sicherstellung der Erfüllung der Anforderungen durch Compliance und Vorschriften
  • Die eigenen Anforderungen und die Möglichkeiten des Anbieters bzgl. Offline Verfügbarkeit

 

SAP bspw. liefert bzgl. Cloud BI in den verschiedensten Servicemodellen Lösungen aus:

  • Software as a Service (SaaS): die Anwendung wird aus der Cloud heraus angeboten, z. B. SAP BusinessObjects Cloud
  • Platform as a Service (PaaS): in der Cloud wird eine Plattform zur Entwicklung von Applikationen angeboten, z. B. SAP HANA Cloud Platform
  • Infrastructure as a Service (IaaS): Die komplette Infrastruktur (Speicherplatz, Rechenleistung) wird angeboten und es kann beliebige Software darauf installiert werden, z. B. SAP HANA Enterprise Cloud (HEC)
  • Speziellere Modelle wie
    • Data as a Service (DaaS) – der Service liefert definierte Daten zur Nutzung z. B. SAP Digital Consumer Insight
    • Big Data as a Service (BDaaS) – Big Data Applikationen werden direkt nutzbar zur Anwendung z. B. Altiscale (SAP)
    • Analytics Microservices – Durch eine API in eine Software eingebundene Funktion z. B. SAP Hybris as a Service (YaaS)

 

[TDWI2016] liefert 12 Best Practices sich dem Thema Cloud BI zu nähern:

  • Begrüße den Wandel – Bedenken bzgl. Datenschutz und Datensicherheit behindern den Weg in die Cloud. Unternehmen, welche in der Cloud sind, sehen klar die Vorteile bzgl. Flexibilität und Agilität.
  • Beachte kulturelle Themen – Es gibt legitime Gründe gegen die Cloud. Jobs können dadurch wegfallen. Change Management und Weiterbildung sind hier wichtig.
  • Nutze die Cloud um schneller Wert aus BI und Analytics zu ziehen
  • Suche die richtigen Projekte für den erfolgreichen Start
  • Nutze Cloud um die Integration zwischen BI, Analytics und Anwendungen zu modernisieren
  • Cloud-Architektur ist wichtig – Die Cloud ist Teil einer größeren IT-Architektur und in hybriden Ansätze wird viel Zukunft gesehen
  • Weite die IT-Governance auf die Cloud aus
  • Denke im Voraus an Performance und Latenzzeiten
  • Nutze die Cloud als Gelegenheit um mit Open Source zu experimentieren
  • Gehe nicht davon aus, das Datensicherheit und Disaster Recovery automatisch passieren
  • Stelle sicher, dass eine ausreichende „Elastizität“ gegeben ist
  • Konzentriere dich auf eine gute Integration zwischen On-Premise und Cloud

 

Referenzen:

[BARC2017] – BARC & EckersonGroup – BI and Data Management in the Cloud: Issues and Trends, BARC Research Study, January 2017

[TDWI2016] – TDWI – Best Practice Report Q4/2016 – BI, Analytics and the Cloud – Strategies for Business Agility, 2016

[EMA2015] – Enterprise Management Associaties (EMA) – Analytics in the Cloud – An EMA End-User Research Report, January 2015

[Forrester2015] – The Forrester Wave(TM): Cloud Business Intelligence Platforms, Q4 2015

SAP HANA 2

Am 08.11.2016 hat SAP zum Start der SAP TechEd Barcelona das Release 2 der HANA-Datenbank vorgestellt. Geplantes Releasedatum für Kunden ist der 30.11.2016. Kurz darauf soll es auch die HANA 2 Express Edition geben, um Entwicklern einen schnellen Zugriff zu ermöglichen.

Bernd Leukert hat HANA 2 wie folgt angekündigt und beschrieben:

“The first version of SAP HANA is the synonym for real time processing of data. It’s already the backbone of thousands of major companies,” said Leukert. “I’m proud to officially announce today SAP HANA 2, which will be released at end of November. This next generation of SAP HANA is the digital foundation to transform any business, helping IT shift focus to innovation, continuing to evolve data management and application development.”

Wer mag, kann sich hier direkt die Ankündigung anschauen.

Bzgl. Analytics soll HANA 2 folgende Erweiterungen liefern:

„Analytical intelligence: Developers are embedding rich insight into applications with enhanced analytical processing engines for text, spatial, graph and streaming data. For example, new algorithms for classification, association, time series and regression have been added to the predictive analytics library to empower data scientists to discover new patterns and incorporate machine learning into custom applications.“

Wenn auch der Zusammenhang aus den bisherigen Meldungen mir noch nicht ganz klar ist, hat SAP zeitgleich cloudbasierte SAP HANA Microservices im Bereich Analytics angekündigt:

  • TEXT ANALYSIS ENTITY EXTRACTION – Ein Service zum hervorheben wichtiger Informationen in unstrukturierten Daten.
  • TEXT ANALYSIS FACT EXTRACTION – Ein Service zur Sentimentanalyse, bspw. bzgl. eines Produktes oder eines vom Unternehmen angebotenen Services. Ebenso einen Service bzgl. Öffentlicher Veranstaltungen (Public Sector) bspw. zur Risikoabschätzung sowie einen Service zur Analyse von Unternehmensereignissen (Enterprise) wie personelle Veränderungen oder die Neueinführung von Produkten.
  • TEXT ANALYSIS LINGUISTIC ANALYSIS – Ein Service zur Sprachanalyse, bspw. um welche Sprache es sich handelt oder im Weiteren der linguistischen Analyse des geschrieben selbst.
  • Earth Observation Analysis Service – Ein Service zur Auswertung von Satelliteninformationen bzgl. der Erde. Aktuell in der Beta-Version.

SAP verspricht sich von einer Microservices Architektur Folgendes:

  • Independence from the business domain, devices, and environments
  • Nonproprietary environment that offers freedom to choose the programming languages and underlying database technologies as well as gaining portability of services and applications between cloud infrastructures
  • Prebuilt business processes that allows organizations to develop new ways to utilize application data and services easily and flexibly, and scale to changing requirements

Bis zur Veröffentlichung Ende November wird evtl. noch die eine oder andere Information zu neuen Features fließen. Ab 01.12.2016 informiert die SAP dann in 12 Webinaren über die Neuigkeiten.

Bis dahin bietet die aktuelle HANA 2 FAQ Antwort auf wenigstens ein paar Fragen.

BARC: The BI Survey 16

Die Zusammenfassung der Ergebnisse der BARC BI Survey 2016 sind da! Schauen wir mal, was sie im Vergleich zu 2015 und bezüglich SAP zu bieten hat. Und als kleines Novum, weil Microsoft BI bei mir aktuell auch immer mal ein Thema ist, möchte ich diesmal die beiden gegeneinander vergleichen.

Als erstes fällt mir auf, dass BARC diesmal etwas mehr Umfang spendiert hat. 66 Seiten sind es diesmal (2015:43; 2014:42).

37 Werkzeuge wurden diesmal verglichen (2015:35; 2014:34). Damit ist eine Marktkonsolidierung in den letzten Jahren kaum zu erkennen. Waren neben den „BI giants“ 2014 und 2015 noch die kleinen Anbieter und Open Source-Anbieter im Fokus, so wurde das Thema Open Source wohl von SaaS BI-Lösungen verdrängt.

SAP in der BI Survey

  • SAP hat lt. Umfrage bei seinen Anwenderunternehmen eine durchschnittliche Nutzung von etwa 11% für Design Studio und Web Intelligence. SAP BEx folgt mit 10% und BO Analysis erst bei 4% der Anwender als Schlußlicht in der Umfrage. Dies stellt Werte deutlich im unteren Bereich dar.
  • Wie gewohnt sind SAP BI-Produkte eher bei größeren Unternehmen (>2.500 Mitarbeiter) zu finden.
  • SAP BW wird für Neuanschaffungen im BI-Umfeld in 16% der Fälle evaluiert. Dicht gefolgt von Web Intelligence, BO Analysis und dann noch Design Studio. Im einstelligen Prozentbereich sind aber genauso noch Crystal Reports, BEx, Lumira, BPC und BW-IP vertreten, womit SAP mit einer breiten Palette an Werkzeugen unterwegs ist.
  • Bei der finalen Kaufentscheidung hat es Web Intelligence auf den 5. Platz (12%) geschafft. Kurz darauf folgen aber auch Design Studio, BEx und BO Analysis.
  • Beliebte Frontend-Werkzeuge für SAP BW sind die typischen SAP-Werkzeuge wie führend BEx (62%), BO Analysis, Web Intelligence und Design Studio. Als 3rd-Party Frontends sind QlikView und Tableau noch am beliebtesten.
  • SAP BEx ist in der Umfrage das Werkzeug, mit der längsten durchschnittlichen Implementierungszeit (11 Monate)

Microsoft in der BI Survey

  • Unternehmen mit MS Excel verwenden dies im Schnitt zu 40% für BI. Andere MS-Tools sind MS SSRS (21%) und MS Power BI (14%)
  • Microsoft ist mit seinen Werkzeugen eher bei Kunden im Mittleren Bereich bis 2.500 Mitarbeiter vertreten.
  • MS-Produkte werden nach QlikView und Tableau am häufigsten für eine Neuanschaffung evaluiert. Das sind MS Excel, MS SSAS, MS SSRS und Microsoft Power BI. Mit etwas Abstand bei 12% ist MS SharePoint Server Excel Service noch zu erwähnen.
  • MS Excel ist die häufigste Kaufentscheidung. MS SSRS folgt an 3. und MS Power BI an 6. Stelle.
  • Für MS SSAS wurden Frontend-Werkzeuge analysiert. Dabei kommen MS SSRS (55%) und MS Excel (mit oder ohne Add-In) am häufigsten vor. Als 3rd Party Frontends folgen Tableau, Bissantz, Cubeware und QlikView.
  • MS Power BI zählt mit einer Implementierungszeit von durchschnittlich 3 Monaten zu den am schnellsten eingeführten Lösungen.

Ergebnisse

Wie im Vorjahr, sind der Finanzbereich, das Management und der Vertrieb Hauptnutzer von BI-Lösungen. Nah dran mit mehr als 50% jedoch auch noch die Bereiche IT und Produktion.

Grundsätzlich sieht BARC eine Erweiterung der Nutzung in Richtung Marketing, wo neue, externe Datenquellen auf neue Arten zusammen geführt werden.

Die Mehrzahl der Anwender kann durch BI schneller und genauer Berichte erstellen, planen und analysieren. Für viele verbessert sich damit auch die Entscheidungsfähigkeit und die Datenqualität.

Die starken Trends in 2016 sind Data Discovery und Self-Service BI mit jeweils über 50% der Anwenderunternehmen. Im größer 20%-Bereich befinden sich dann noch Real-Time, Collaboration, Visual Design Standards und Mobile BI.

Cloud BI wird aktuell nur von etwa 12% der Unternehmen genutzt. Hierbei vor allem Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern. MS Power BI hat als Produkt die Nase vorn, während SAP hier mit den vorgestellten Produkten bisher kaum gesehen wird.

Was finden Unternehmen an Cloud BI (Top 5):

  • Keine Hardware/Infrastruktur-Kosten
  • Geringe Administrationskosten
  • Skalierbarkeit
  • Verfügbarkeit
  • Schnellere Software-Updates

Die aktuelle BI Survey zeigt, dass SAP BI und MS BI durchaus in einem Unternehmen zu finden sein können, ihre Schwerpunkte jedoch in Unternehmen verschiedener Größen und auch in zum Teil verschiedenen funktionalen Bereich haben.

SAP mag mit seiner Cloud BI-Strategie anderen Herstellern am Markt hinterher zu sein. Jedoch ist denkbar, dass SAP in den nächsten 1-2 Jahren aufgeschlossen hat und in Bereichen gut positioniert ist, in denen SAP heute kaum sichtbar ist.

Eine klare Gemeinsamkeit zeigt die Studie. Beide Hersteller sind mit einer breiten Pallete an BI-Werkzeugen auf dem Markt. Bei SAP tauchen bis zu 10 Werkzeuge auf, bei MS kann man immerhin noch 3-4 zählen.

The Forrester Wave (TM) – Enterprise Performance Management

So, nachdem Gartner im Sommer bereits den aktuellen Magic Quadrant (MQ) zum Thema Corporate Performance Management (CPM) veröffentlicht hat, bringt nun auch Forrester seine Einschätzung unter der Bezeichnung Enterprise Performance Management (EPM) auf den Markt.

Um vorweg ein wenig Klarheit zu schaffen – Gartner hatte dieses Jahr seinen MQ ja in zwei aufgeteilt:

  • Financial Corporate Performance Management
  • Strategic Corporate Performance Management

Um klar zu machen, aus welcher Sicht der Blog geschrieben ist, gelten folgende Regeln:

  • CPM = EPM
  • EPM = Planung, BI & Konsolidierung (technologisch gesehen)
  • Forresters EPM unterscheidet nicht zwischen Strategic und Financial

Forrester erklärt EPM als:

„EPM is a software category comprised of a set of planning, reporting, and analytical applications that help organizations plan, report on, and analyze business information spanning the enterprise.“

-The Forrester Wave™: Enterprise Performance Management, Q4 2016

Forrester versteht unter EPM einen Ansatz, der Vergangenheit (z. B. Konsolidierung), Gegenwart (z. B. KPIs, Scorecards) und Zukunft (z. B. Planung, Forecasting) umfasst.

Es wurden 10 Hersteller bewertet. Bei diesen wird eine starke Bewegung von On-Premise in Richtung Cloud (SaaS) gesehen. Forrester erwartet, dass in den nächsten 5 Jahren SaaS führend sein wird.

Cloud wird im Bereich EPM aber nicht als einziger Innovationstreiber gesehen.

  • User Experience spielt eine wichtige Rolle, wobei Excel sehr dominat ist
  • Prozessunterstützte Collaboration wird zunehmend wichtiger
  • Advanced Analytics wird durch das Aufkommen von In-Memory-Technologie vorangetrieben
  • Real-Time Use-Cases werden in manchen Bereichen interessant

In der Forrester Wave sind neben SAP auch die anderen beiden großen Player IBM und Oracle dabei. Mir noch etwas bekannter und mit einer sehr starken Position, bei einer überschaubaren Marktpräsenz ist Tagetik.

Gleich vorneweg fällt auf, dass SAP im Vergleich zu den Gartner MQs hier keine Leaders-Rolle hat. Man ist gut als Strong Performer unterwegs, fällt hier aber bei den deutlich kleineren Wettbewerbern etwas aus der Rolle, was die Marktpräsenz betrifft.

Schwächen zeigt SAP vor Allem in der aktuellen Produktstrategie:

forrester-epm-2016

Oracle ist im Vergleich mit einem hervorragenden Angebot einer starken Strategie wohl zurecht Marktführer.

Während SAP im Bereich Reporting und Analyse eine hervorragende Bewertung erhält, zeigt lt. Forrester das Thema Cloud aktuell noch große Schwächen.

In der Einzelbewertung wird konkreter auf SAP BusinessObjects Planning and Consolidation (BPC) und deren verbesserte Integration in das ERP eingegangen. Gerade auch der zum letzten DSAG JK vorgestellte Ansatz für Realtime-Konsolidierung auf Basis eines S/4HANA Central Finance-Systems könnte hier zukünftig stärker in die Strategie einfließen. BPC war auch bei Gartner ganz klar das Flagship-Produkt und ist sowohl für Planung wie auch Konsolidierung von der SAP strategisch gesetzt.

Im SaaS-Bereich bietet SAP BusinessObjects Cloud an. Die Lösung hat als „Cloud for Planning“ begonnen und sich über Erweiterungen im Bereich BI und zuletzt auch Predictive Analytics stark weiter entwickelt. Für sich ist das Produkt aber eben noch recht neu, weshalb Forrester sicherlich zu Recht noch eine fehlende Reife in einigen Bereichen beobachtet.

Ohne die Lösungen der anderen Anbieter genauer zu kennen, kann ich trotzdem sagen, dass SAP hier wie dargestellt, stark am Arbeiten ist, um seine EPM-Lösung voran zu bringen. Möglicherweise ist das jedoch auch das Problem, weshalb SAP hier nicht zu den Leadern gehört. In den letzten Jahren ist das Thema BI/EPM/Analytics bei SAP ein work-in-process. Strategien werden fast schneller geändert als die Namen. Und das will bei der SAP schon was heißen.

SAP BI Statement of Direction für On-Premise

Heute wurde ein aktuelles Statement of Direction (SOD) für BusinessObjects BI veröffentlicht.

Nachdem vor Kurzem auf zum Start der SAPPHIRENOW bereits kund getan wurde, dass alle BI-Lösungen, On-Premise und Cloud unter BusinessObjects laufen. Und mit der starken Präsentation der Cloud BI-Lösung von SAP überlegt man sich natürlich schon, wo geht das alles hin.

Nun, was kann man aus dem SOD mitnehmen, welches immerhin auf 20 Seiten präsentiert wird?

Mit dem SOD möchte SAP eine Roadmap für die nächsten 2 Jahre aufzeigen. Zunächst tut die SAP dies, in dem Sie klar darstellt, dass sowohl in die Cloud wie auch in On-Premise BI weiter investiert wird. Die Strategie ist „Innovate the core and lead the cloud“.Durch die Digitale Transformation werden Themen wie Predictive, Self-Service und Realtime immer wichtiger.

Innovate the core
Timo Elliott, 2016

SAP sieht Analytics und BI als die Schlüsseltechnologie, um aus der dem digitalen Business Werte zu schöpfen. SAP wirbt hier mit dem Stichwort „Reimagine Analytics

Nach der Vorstellung der allgemeinen Richtung liegt der Schwerpunkt des SOD auf den folgenden Tools:

Schade, dass Crystal Reports hier nicht auftaucht. Ist es doch immer noch Teil der Simplification-Roadmap von SAP.

SAP sieht zwei Trends am Markt. Den Trend in Richtung Self-Service BI. SAP sieht hier Lumira und Analysis for Office positioniert. Bei Lumira wurde massiv investiert in neue Funktionen und durch die Verschmelzung mit Design Studio Ende 2016 wird hier die Strategie weiter entwickelt. Bei Analysis for Office wurde ein gemeinsames Add-In mit BPC entwickelt, um den Nutzen beider Welten zu erhöhen.Zukünftig soll dieses noch um Live Office-Funktionen erweitert werden.

Der zweite Trend ist, in die IT-gesteuerte Unternehmens-BI skalierbarer und vertrauenswürdiger zu machen. Erreicht werden soll das durch die Vereinfachung des SAP BI-Portfolios, ein einfacheres Plattformmangement und die Modernisierung der BI-Werkzeuge. Die SAP sieht hier Design Studio, Web Intelligence und Crystal Reports (also doch Crystal Reports, im Dokument jedoch ohne BusinessObjects vorangestellt???):

Mit Design Studio 1.5 und 1.6 sollten hauptsächlich die Lücken zu BEx Web Application Designer und SAP BusinessObjects Dashboards geschlossen werden. Aber auch viele neue Features wie die Scorecard-Komponente oder Smart Objects. Die BI Plattform 4.2 liefert die vertrauenswürdige Basis für BI im ganzen Unternehmen.

Auch Web Intelligence liefert viele Erweiterungen mit BIP 4.2 und für alle Tools wird weiter investiert und an den oben genannten Zielen gearbeitet.

Auch die BusinessObjects Mobile-Lösung ist klar weiter gesetzt und hat ihren Cloud-Gegenspieler nun mit Roambi gefunden. Zukünftig wird Lumira hier u. a. noch stärker unterstützt werden.

SAP BusinessObjects Predictive Analytics soll seine Position weiter ausbauen. Ebenso wird in die prädiktiven Fähigkeiten von HANA investiert. Predictive Anaytics soll für jeden Anwender nutzbar werden. Das wird von SAP als ein „data scientists in a box“ beschrieben.

Des weiteren sieht SAP die HANA Plattform als Digital Enterprise Platform, welche zwar auf der „Cloud First“-Philosophie beruht, jedoch bereit ist, die Brücke zwischen Cloud und On-Premise zu schlagen. BusinessObjects BI-Werkzeuge sind Schlüsselelemente dieser Plattform.

Bzgl. S/4 HANA werden die Core Data Services das zentrale Element sein, um im gesamten Kontext von S/4 HANA alle Möglichkeiten für operative, taktische und strategische Analytics , unterstützt auch durch ein embedded BW zu liefern. Das Ziel ist dabei alle Standard-ABAP-Berichte abzulösen.

Und zu guter Letzt, nach einem erneuten Werbeblock für die Cloud BI-Welt fordert die SAP die Community auf, mitzumachen und sich einzubringen.

Alles in allem, nicht viel unerwartetes. Wenig, was nicht schon die letzten Wochen bekannt geworden ist. Jedoch sicherlich eine gute Zusammenfassung, um klar zu stellen, wohin der Weg geht.

Seien wir gespannt wie es weiter geht…

Gartner MQ CPM – aus 1 mach 2

Gartner definiert Corporate Performance Management (CPM) wie folgt:

„CPM is an umbrella term that describes the methodologies, metrics, processes and systems used to monitor and manage the business performance of an enterprise. Applications that enable CPM translate strategically focused information to operational plans and send aggregated results. These applications are also integrated into many elements of the planning and control cycle, or they address BAM or customer relationship optimization needs.
CPM must be supported by a suite of analytical applications that provide the functionality to support these processes, methodologies and metrics.“

Gartner hat ende Mai zwei neue Magic Quadrants veröffentlicht. Aus dem ehemaligen MQ für Corporate Performance Management wurden zwei neue MQ’s entwickelt:

  • Magic Quadrant for Financial Corporate Performance Management Solutions (FCPM)

    „Financial corporate performance management solutions must be understood by the financial application strategists within enterprise finance organizations, so that they can improve efficiency and compliance in processes leading to the financial close.“

  • Magic Quadrant for Strategic Corporate Performance Management Solutions (SCPM)

    „Strategic corporate performance management solutions help CFOs and other business leaders manage organizational performance and strategy.“

Schon 2015 hat Gartner diesen Schritt in dem Artikel „The Breakup of the CPM Suite“ angedeutet. Für FCPM sieht Gartner die Möglichkeit, Buchhaltungsprozesse, sowie Management Reporting und Analyse zu verbessern. Bei SCPM sieht Gartner die Entwicklung hin zu einer stärkeren Unternehmensplanung, Performance Reporting und Strategiemanagement.

SAP ist in den beiden neuen MQ’s als Leader vertreten. Bei FCPM teil sich SAP den Quadranten mit Oracle, Blackline und Workiva. Bei SCPM sind Oracle, IBM und Adaptive Insights unter den Leadern.

Interessant bei SCPM finde ich SAS, welche hier als Challenger positioniert sind, während sich die 11 anderen im unteren Bereich bzgl. „Ability to Execute“ befinden. Interessant aus meiner Sicht auch Jedox, die als Open Source-Anbieter im BI-Umfeld bekannt sind. Wenn Sie hier auch nur als abgeschlagener Nischenanbieter auftreten.

SCPM scheint auf den ersten Blick bei den Lösungen bereits ausgereifter. Der Schwerpunkt bewegt sich im Leader-Quadranten und nahe darum herum. Interessant ist, das es IBM hier gerade nicht mehr rein geschafft hat.

Neben den aus dem BI-Umfeld bekannten Markführern IBM, Oracle und SAP gibt es noch einige Anbieter, welche in beiden MQ’s zu finden sind: Tagetik, Host Analytics und Longview Solutions.

Nun, welche Tools von SAP sind in den jeweiligen Themenbereichen betrachtet worden:

SAP CPM Gartner

An den Themen und Tools zeigt sich klar, dass SCPM in den meisten Unternehmen wohl klar im Controlling und Management daheim sein dürfte, während sich mit der rechten Seite eher das interne Rechnungswesen beschäftigt.

In gewisser Weiße ist es schade, dass hier klar auch die Produktstrategie der SAP einfließt und bereits ältere Produkte wie SEM-BCS (Konsolidierung) und BW-IP (Planung), gleich gar nicht mehr betrachtet. Erfreuen sich die Werkzeuge aufgrund ihrer Historie bei SAP-Kunden nach meinem Wissen einer doch immer noch sehr breiten Basis. Wobei bei BW-IP durchaus gesehen werden könnte, dass IP (Integrierte Planung) und BPC in der Produktstrategie der SAP vereinigt werden.

Wie sich im weiteren auch noch zeigt, ist SAP mit SAP Business Planning and Consolidation (BPC) auf beiden Seiten präsent. Es wird hier ganz klar für beides als Flagship-Produkt von SAP dargestellt. Eine klarere Trennung ergibt sich also erst aus den weiteren Tools, von denen SAP ja auch eine gute Auswahl bietet.

Ich Folgenden zeigt sich, wie Gartner die Werkzeuge für die jeweilige Seite einschätzt, wo die Stärken sind und wo man als Kunde aufpassen muss:

CPM StrenCaut Pic

Aufgrund dessen, dass mit BPC das gleiche Produkt bewertet wird, wenn auch erstmal für doch unterschiedliche Aufgaben, verwundert es nicht, wenn sich die beiden Seiten zu einem großen Teil decken.

Grundsätzlich ist die Bewertung hier sehr Pauschal, bedenkt man die Vielzahl der Werkzeuge, welche hier dahinter stecken.

 

Learning Journey for SAP Analytic Solutions

Nicht nur für Data Science, auch für SAP Analytics hat SAP eine Lernreise aufgezeigt:

Learning Journey for SAP Analytics Solutions

Wie schon die Learning Journey für Data Science, ist dies als beta bezeichnet mit dem Stand vom 04/2016.

Auf den ersten Blick fällt mir auf, dass in dem 11 Seiten-Dokument kein SAP BW vorkommt. Eine Gelegenheit, einen Abgleich mit dem vorgestern erstellten SAP BI Skill Set zu machen.

Zuerst im Überblick. Die SAP versteht unter SAP Analytics Solutions offenbar fünf größere Bereiche:

  • Business Intelligence
  • SAP Predictive Analytics
  • SAP Enterprise Performance Management
  • SAP Cloud for Analytics bzw. SAP BusinessObjects Cloud
  • Governance, Risk & Compliance

Was mir aufgefallen ist, ist das das Spektrum stark dem entspricht, was mit SAP BusinessObjects Cloud kommen soll. Bis auf EPM vielleicht.

Dann habe ich fast vergeblich nach SAP BW gesucht. Aber tatsächlich, 20 Stunden E-Learning spendiert man. Interessant ist, HANA ist garnicht zu finden. Dabei doch voll gepackt mit Analytics.

Aber klar. Es ist sicherlich irgendwo sinnvoll im BI-Umfeld den Fokus auf die aktuellen BO-Tools einschließlich BPC und Cloud zu legen.

Hier nun mein Abgleich:

Check Skill Set

Klar, Themen wie EPM und GRC musste ich erweitern. Über EPM lasse ich mit mir streiten. GRC sehe ich aktuell nicht wirklich im Bereich Analytics. Jedoch, vielleicht mal ein Impuls, mir die Themen anzuschauen.

Ansonsten, klar, BW eher schwach abgebildet. Und wir sehen hier Technologie. Mit Strategie und Architektur muss man da erstmal nicht kommen.

Ich denke es deckt relativ klar das aktuelle Angebot der SAP ab. Auf Sonderthemen und auslaufende Tools wie die BEx-Suite wird hier nicht mehr eingegangen, was ich aber auch verstehen kann. Somit eigentlich ein ganz gutes Ergebnis.

Das HANA nicht dabei ist, verwundert wie geschrieben etwas. Die Zeiten, als HANA bei jeder nur denkbaren Gelegenheit erwähnt wird, scheinen wohl vorbei zu sein. Mobile könnte auch klarer vertreten sein. Wurde doch durch die Akquise von Roambi hier die Strategie nochmal gestärkt.

Auch das Eine oder Andere von openSAP und YouTube hätte man hier durchaus noch unterbringen können, während zum Teil ältere Releasestände bei den Trainings nicht gerade eine gute Werbung sind. Aber tatsächlich gibt das Schulungsprogramm der SAP leider auch nicht viel neueres her.

Auch lässt sich grundsätzlich sagen, dass die Learning Journey eher auf Breite als Tiefe zielt.

Was ich nett fände, wäre eine total kostenlose Learning Journey auf Basis von ausgewählten Blogs, Artikeln, YouTube, openSAP. Das gibt doch auch schon ganz schön was her.

SAP BI – Skill Set

Seit HANA, BO, Cloud und immer neue Tools auf die SAP BI-Berater einprasseln, gibt es auch immer wieder Diskussionen über das „Skill Set“, welches man benötigt.

Als ich in der Beratung mit SAP BI angefangen habe, gab es auch eine gewisse Trennung. Es gab Berater eher für das Backend und eher für das Frontend. Zusätzlich gab es noch ein paar Leute, welche sich mit BPS/Integrierte Planung (IP) beschäftigt haben. Als BusinessObjects dazu kam oder das Thema HANA gab es erstmal weitere spezialisierte Teams.

Mittlerweile ist das Skill Set eines SAP BI-Beraters ziemlich umfangreich. Selbst wenn man Big Data und HANA DW noch gar nicht in der Tiefe betrachtet.

Ich habe im folgenden versucht, die wichtigsten greifbaren Skills zusammen zu bringen:

SAP BI Skillset

Dabei ist schon einiges zusammen gekommen. Die Sicht ist die einer relativ aktuellen, SAP BW on HANA-basierten BI-Landschaft. Aus der Inhouse-Erfahrung heraus muss ich sagen, dass man sich oft leider nicht in die Tiefe mit den Werkzeugen beschäftigen kann. Manchmal kommt ein Tool schneller als man schauen kann, wenn es hier nicht eine klare Strategie gibt. Und schon hat man den ganzen Tool-Zoo im Einsatz.

Sicherlich fehlen an der einen oder anderen Stelle noch Tools, während auf der anderen Seite Themen vielleicht eher unter- oder übergewichtet sind in der Darstellung. Trotzdem einfach mal ein Ansatz, den SAP BI-Alltag und die Anforderungen an interne Mitarbeiter einmal greifbar zu machen.

Ad hoc würden mir schon Themen einfallen, welche man evtl. noch unter bringen könnte wie Prozessketten, Widgets, Information Design Tool, Status- und Tracking, etc. Irgendwo kann man das aber auch trotzdem noch reininterpretieren.

Wo passen hier noch Themen wie Self Service BI 0der Agile BI rein? Ist das quer durch das Skill Set? Ist das ein Teil der BI-Architektur bzw. des BI-Projektmanagements?

Nachdem ich diese Woche beim DSAG AK-Treffen war, mache ich mir auch Gedanken, wohin alternative Möglichkeiten gehen, mit SAP BI oder zumindest Data Warehousing zu machen. Der rechte Streifen bildet dies evtl. etwas ab. Jedoch, was dort vorgestellt wurde, war jetzt doch wieder etwas weiter von meinem SAP BW-zentrierten Alltag weg.

Ist das also selbst unter Berücksichtigung von HANA und Mixed Szenarios sowie Fiori bereits das „klassische“ Skill Set? Und mit einem HANA DW kommt ein „neues“, „modernes“ oder vielleicht auch „erweitertes“ Skill Set hinzu?

Von Big Data will ich erst gar nicht anfangen. Oder findet sich das letztendlich mit Predictive Analytics und HANA (Vora) nicht auch schon wieder?

Nach wie vor wird es spannend bleiben im Skill Set. BI Clients wachsen zusammen (Lumira & Design Studio), Big Data treibt die technologische Entwicklung, Cloud eröffnet neue Welten und integriert neue Ansätze mit Hichert, Digital Boardroom & Co. Information Design oder Self Service BI sind Themen, welche von außen reinschwappen und ebenfalls Veränderungen antriggern.

SAP BusinessObjects

So, BusinessObjects hat es geschafft, bei SAP nach fast 10 Jahren zum Symbol für BI & Analytics zu werden:

SAP BusinessObjects

Quasi alles ist BO. Wie heute in den SAP News veröffentlicht wird es zukünftig die beiden Welten „SAP BusinessObjects Cloud“ und „SAP BusinessObjects Enterprise“ geben.

Selbst die neu akquirierte Mobile BI Lösung Roambi wird sofort in den Namensraum integriert mit SAP BusinessObjects Roambi. Roambi ist gleichzeitig auch Teil der Cloud-Lösung.

Bzgl. On-Premise sieht die SAP ihr Angebot zukünftig so:

  • SAP BusinessObjects Enterprise, premium edition, a complete analytics offering of BI, mobile and predictive capabilities plus key enhancements in Big Data analytics that make it Internet of Things–ready, with the addition of a 4-node starter package of the SAP HANA Vora engine to help analyze distributed Big Data across enterprise and Hadoop systems
  • SAP BusinessObjects Enterprise, professional edition, which delivers a modern BI suite with reporting, visualization and discovery capabilities to enable users to easily uncover insights and make better decisions
  • SAP BusinessObjects Enterprise, standard edition, which provides a set of ad hoc reporting tools to offer immediate answers to all users through the Web, desktop or mobile devices

Nun dann. Mann kann zumindest nicht sagen, dass es langweilig wird mit SAP BI/Analytics…

Zu guter letzt hat Steve Lucas auch noch einen Blog geschrieben, um uns die neue Welt zu erklären.

Jedoch auch die etwas unabhängigere Cindi Howson von Gartner hat bereits einen etwas kritischeren Beitrag verfasst.

SAP Digital Boardroom & Cloud for Analytics

Heute durfte ich mir in Walldorf bei der SAP den Digital Boardroom live anschauen und mir die Lösung Cloud for Analytics (C4A) bzw. Cloud for Planning genauer zeigen lassen.

Tatsächlich ist es so, dass der Digital Boardroom komplett auf Cloud for Planning basiert, welches vor Kurzem um weitere BI-Fähigkeiten erweitert, als Cloud for Analytics neu gelaunched wurde.

Einige Info’s die ich mitgenommen habe zu Cloud for Analytics:

  • C4A läuft in der SAP Public Cloud -> HANA Cloud Platform (HCP)
  • Läuft aktuell nur auf Chrome. Andere Browser gehen schon, werden nur bis jetzt nicht offiziell unterstützt.
  • Aktuell ist nur eine App für iOS geplant. Weitere Apps bleiben abzuwarten.
  • Bzgl. Konnektoren für On-Premise – Systemen sind SAP BW (min. 7.4) oder S/4 HANA notwendig. Prinzipiell ein aktuelles HANA-System. Bzgl. Planungsdaten gibt es eine BI-direktionale Integration mit SAP BO BPC. Es gehen aber auch Flat Files, welche in die HCP geladen werden.
  • Es wird als für viele Rollen nutzbare Lösung gesehen:
    • C-Level (Digital Boardroom, KPI’s, Scorecards)
    • Finanzplaner & Analyst (Planung, Budgetierung, Forecasting)
    • Analysten und Planer (Data Discovery, Vertriebs & Marketing Planung, Umsatzanalysen)
    • Data Scientists (Big Data, Predictive Modeling, Prescriptive & Preemptive Analytics)
    • Konsumenten (Dashboards, Budgeteingaben, Forecasts, Risikoberichte)

Bzgl. Planung (Cloud for Analytics for Planning 😉 ) wurde folgendes hervorgehoben:

  • Interessant bei dezentralen Planungsbeteiligten
  • Einfache Lösung, falls kein SAP bei Tochtergesellschaften vorhanden
  • Schnelle Lösung bei lokalen Planungsanforderungen
  • Es unterstützt deutlich stärker das Thema Collaboration als BPC heute

Speziell zum Digital Boardroom (DB) ist folgendes zu sagen:

  • Der Digital Boardroom ist ein auf Cloud vor Planning/Analytics basierender Content, der als Showcase entwickelt wurde und immer noch weiterentwickelt wird.
  • Seit Kurzem wird der Digital Boardroom tatsächlich vom SAP Vorstand genutzt
  • Der DB ermöglicht den Information Design-Ansatz nach Hichert zu nutzen
  • Der DB ist im Prinzip eine Self-Service-Anwendung, welche bei entsprechender Bereitstellung der Daten durch den Fachbereich (Controlling) erstellt und gepflegt werden kann.
  • Zukünftig soll die Lösung auf Fachbereiche heruntergebrochen werden können. Aktuell ist der DB sehr stark an Finanzkennzahlen orientiert.
  • Der DB setzt sich aus drei Bildschirmen zusammen, kann aber für Präsentationen oder Laptop auch genauso über einen Bildschirm laufen:
    •  Übersichtsbildschirm (Overview Screen)
    • Main & Exploration Screen
    • Context Screen
  • Die Visualisierungen werden dabei aus Stories, vergleichbar wie bei SAP Lumira zusammengestellt und können interaktiv über Touchscreen geändert werden.
  • Der DB umfasst einen Werttreiberbaum, welcher bei Simulationen die Auswirkungen auf verschiedenen Kennzahlen innerhalb der Werttreiberbaums anzeigt.

Es gibt vom 05.11.2015 ein nettes Video zum Digital Boardroom.