SAP Datenmanagement as a Service

Im Juni diesen Jahres hat Forrester eine neue Wave zu „Database-as-a-Service“ herausgebracht. Die vorherige erschien in 2017.

Seit etwa 2012 stellt SAP HANA auch in der SAP Cloud Platform bereite, welche ja auch eine ganze Zeit SAP HANA Cloud Platform hieß. Immerhin hat sich SAP hier als „Strong Performer“ im Vergleich 2019<->2017 auf Position gehalten. Die Leaders in 2019 sind Oracle, die hier selbst innerhalb des Leaders-Bereichs seit 2017 nochmal ganz gut aufgeholt zu haben scheinen, Amazon, Microsoft, MongoDB und Google. Während Google bereits 2017 am Leaders-Bereich gekratzt hatte, war MongoDB damals noch etwas davon entfernt.

Die Aussage ist trotzdem leider recht klar. Trotz „Strong Performer“ ist der Markt der SAP hier doch deutlich voraus. Die Marktbegleiter, welche noch hinter SAP kommen, höre ich hier zum ersten Mal.

Interessant wird es, vergleicht man die Produkte, welche SAP anbietet:

  • In 2017: SAP Cloud Platform – In der Bewertung wird hier nur der SAP HANA Service erwähnt.
  • In 2019: SAP HANA Serivce, SAP Big Data Services, Redis, PostgreSQL, MongoDB.

Die 2019-Bewertung von SAP leitet dann auch gleich ein mit den folgenden Worten:

„SAP Cloud Platform expands support for non-SAP applications.“

Leider wird darauf nicht mehr tiefer eingegangen.

Nun schaut man mal darauf, wann die Daten für 2017 zusammengetragen wurden: 21.12.2016. Das ist deshalb interessant, weil es am 16.05.2017 folgenden SAP-Blogeintrag von Manjunath Baburao (Produktmanager für SCP Datenmanagement bei SAP Labs Indien) gegeben hat: „Data Management on SAP Cloud Platform: New Environment; New Capabilities

Also die 2017 Wave erstellt wurde, gab es also wohl die Services noch nicht. Von daher ist auch verständlich, dass diese Services noch nicht bewertet werden konnten.

Die Möglichkeit für solche Services ist der Einführung der Cloud Foundry-Umgebung zu verdanken, welche neben der Neo-Umgebung den Betrieb von Open Source-Werkzeugen und Services ermöglicht hat. Im Blog wird dies wie folgt begründet:

„Introduction of the Cloud Foundry environment in the SAP Cloud Platform, brings in, new capabilities like NoSQL, Message Brokers, Object Storage to the SAP Cloud Platform. In addition to the existing relational capabilities of the platform (HANA), the Data Management portfolio on the new environment is a formidable power, which brings in the flexibility of choosing any service on the SAP Cloud Platform, based on need and the relevant use case.“

Weiter oben im Blog wird gar die Abkehr von Namen „SAP HANA Cloud Platform“ zu „SAP Cloud Platform“ wie folgt begründet:

„As indicated by the rename announcements at the Mobile World Congress 2016, the SAP Cloud Platform is much more than just HANA (hence the rename to SAP HANA Cloud Platform).“

So weit, so gut. Alles könnte nun schön sein, könnte man auf der SAP Cloud Plattform bei den Services nicht aktuell folgendes lesen:

Blog_SCP
Quelle: https://cloudplatform.sap.com/capabilities.html, 2019

Sprich, die noch 2017 gelobten und von Forrester bewerteten Möglichkeiten sind mittlerweile schon wieder obsolet.

Ebenfalls darf Manjunath Baburao hier wieder die Veränderung per Blog ankündigen:

„SAP wants to strategically invest in areas which differentiate us, such as business services; which are being built on a strong foundation of decades of business process knowledge and excellence.

Following the core principles of ‘openness‘ and ‘freedom of choice‘, the platform will partner and integrate with hyper-scale providers intensively. Customers will have the flexibility to select any hyper-scaler of their choice to procure commodity technical services like the open-source backing services. This will in-turn help customers leverage hyper-scaler technology innovations within their SAP landscapes.“

Dann wird die Aussage nochmal klarer:

„As a first step towards this strategic goal, starting July 15th, 2019, we announce the retirement of SAP ‘managed’ open-source backing services offerings – PostgreSQL, MongoDB, Redis, and RabbitMQ, from SAP Cloud Platform pricelists.“

Man mag es nun interpretieren, wie man möchte. Der Blog beschreibt es auch recht klar. Mittlerweile kann SAP diese Services weitgehend selbst anbieten.

Eine Dokumenten-orientierte NoSQL Datenbank a la MongoDB liefert HANA seit dem Release 2.0 SPS 01 mit. Messaging Services wie RabbitMQ ist mit Enterprise Messaging seit 10/2018 verfügbar. Nun, eine Key-Value Datenbank wie Redis wird evtl. durch den SAP Cloud Platform Backend service  (BaaS – Backend as a Service) ersetzt, welcher die Serverless-fähigkeiten der SAP Cloud Platform ausbauen soll, aktuell noch in Beta ist und noch für 2019 angekündigt ist.

Zum Big Data Service (fka Altiscale) habe ich zwar keine Begründung gefunden. Schaut man sich jedoch mal für Ende 2019 angekündigten HANA Cloud Service an, sieht man, dass auch hier die Alternative bzw. der Nachfolger evtl. am anlaufen ist:

HANA_Cloud_Service.PNG
Quelle: https://saphanacloudservices.com/hana-cloud/, 2019

Wie sich zeigt, ist das Umfeld sehr dynamisch und die SAP arbeitet beständig daran, ihre Services auszubauen. Ob damit beliebte Open Source-Services ersetzt werden können wird sich zeigen. Alternativ zeigt sich die SAP aber immerhin bereit Services der anderen Plattformen zu integrieren. Nicht umsonst läuft die Cloud Foundry bereits direkt auf den Hyperscalern GCP, AWS, Azure und AliCloud.

Beispiele finden sich hier:

SAP Cloud Platform offers integration with Google Cloud Platform services

How to consume AWS services on SAP Cloud Platform?

Consuming native Microsoft Azure services on SAP Cloud Platform

 

 

Twitter SAP Analytics Flash 08/2019

Schauen wir mal, was der Monat August alles auf Twitter gebracht hat. Was war neu, wo gibt es Trends.

Eine kurze Übersicht in Reihenfolge der Themen mit (Anzahl) der hier aufbereiteten Tweets im August:

  • SAP Leonardo (3)
  • SAP Analytics Cloud (17)
  • SAP BusinessObjects BI (2)
  • SAP Data Intelligence / SAP Data Hub (5)
  • SAP BW (5)
  • SAP Cloud Platform (2)
  • SAP Data Warehouse Cloud (5)
  • SAP HANA (6)
  • SAP Intelligent Enterprise (4)

 

SAP Leonardo

Unter SAP Leonardo werden verschiedene Lösungen, Werkzeuge und Technologien zusammengefasst. Lösungen wie SAP Intelligent Asset Management gehören ebenfalls dazu:

Aber auch SAP Leonardo Machine Learning erweitert die Möglichkeiten bestehender Lösungen:

SAP Leonardo Machine Learning scheint mittlerweile auch ausserhalb der SAP-Welt Aufmerksamkeit zu finden:

 

SAP Analytics Cloud

Wer sich schon länger gefragt hat, wie Search to Insight funktioniert, findet hier einen guten Start:

Natürlich lässt sich Search to Insight mittlerweile auch mit SAP Conversational AI verbinden:

Ziemlich regelmäßig gibt es Webcasts, um bestimmte Funktionen vorzustellen oder Neuerungen zu präsentieren:

Auch mit der Statistiksprache R, welche in Data Science-Kreisen sehr beliebt ist, lässt sich in SAC einiges anfangen:

Oder auch nur eine Word Cloud bauen:

Hier geht es eher um die komplexe Zusammensetzung von Kennzahlen:

SAC ist natürlich immer noch die go-to Lösung für die Cloud-basierten SAP Lösungen:

Auch im Kontext der Digitalen Transformation kann man SAC auf IoT-Daten ansetzen:

Wer mit SAC noch wenig zu tun hatte, kann sich hier gerne von Ingo Hilgefort überzeugen lassen:

Und natürlich gibt es permanent Updates und eine reich gefüllte Roadmap:

Der Application Designer bringt SAC natürlich nochmal deutlich nach vorne:

Ein tieferer Überblick und weiterführende Links finden sich auch hier:

Auch bei den Research-Unternehmen findet SAC anklang. Hier die Bewertung zusammen mit S/4HANA Group Reporting als Visionary im Gartner Magic Quadrant:

Wie man die User- und Team-Verwaltung über REST-Service integrieren kann, wird hier gezeigt:

Ebenfalls eine Vereinfachung im Kontext der Verwaltung bietet der hier dargestellte Export über das Content Network:

Und so mancher Windows-Admin dürfte sich über die SSO-Integration mittels Azure AD freuen:

Ergänzend dazu tut sich auch was im Bereich SAP Analytics Hub:

 

SAP BusinessObjects BI

Ich denke von SAP BO werden wir die nächsten Monate und dann ab 2020 wieder einiges mehr hören und sehen:

Und auch wenn es in der Regel meist Meldungen zu neuen Themen, Tools und Features gibt, so gibt es auch irgendwann mal den Zeitpunkt, an dem diese auch wieder ihr Ende finden:

 

SAP Data Intelligence / SAP Data Hub

Zur Zeit startet SAP Data Intelligence als um Machine Learning erweiterte Variante des SAP Data Hub durch. Einen Einblick gibt dazu Marc Hartz:

Hier findet man ein Beispiel, wie man mit ML und Data Intelligence starten kann:

Nicht nur Daten managen, auch daraus Wert generieren gehört zu einem ganzheitlichen Ansatz:

Beim Thema Kubernetes denke ich oft an Container und Infrastruktur bzw. Rechenzentrum. Aber für Data Intelligence und Data Hub spielt Kobernetes eine wichtige Rolle. Drum – Master the Basics:

Was man mit Data Governance Rules in SAP Data Hub anfangen kann, zeigt folgender Blog:

 

SAP BW

Auch bei BW/4HANA werden immer wieder neue Erfahrungen, wie beispielsweise beim Rechnen Datumsdifferenzen gemacht:

Wem hier beispielsweise der passende BI-Content fehlt, der darf sich gerne mit einbringen:

Allerdings wird hier auch beständig geliefert, bedenkt man, dass der BW/4HANA BI-Content komplett neu entwickelt wurde:

Die Verwendung von BAdIs im Kontext von BW-Hierarchien zeigt uns reyemsaibot:

Im Kontext SAP BW war das Portal seit SAP NetWeaver 7.0 der Single Point of Access. Vielleicht schon immer etwas überdimensioniert wird dieser schon länger durch das BI Launchpad, SAP Analytics Hub oder auch das Fiori Launchpad abgelöst:

 

SAP Cloud Platform

Wer mit der SAP Cloud Platform noch wenig vertraut ist, für den ist evtl. Die YouTube Videoserie „FromZeroToCloud“ ganz interessant:

Die SAP Cloud Platform hat nämlich viel zu bieten. Z. B. ein SDK für Machine Learning:

 

SAP Data Warehouse Cloud

Ebenfalls Fahrt nimmt im August und September das Data Warehouse Cloud auf. Für Ende des Jahres angekündigt ist soeben die Beta-Phase angelaufen. Wer noch nicht weiß, warum man DWC jetzt auch noch als DWH-Lösung benötigt:

Tammy Powlas gibt im Blog zum aktuelle Überblick-Webcast die wichtigsten Infos mit:

Die Roadmap ist hier auch schon verfügbar:

Wer es aber nochmal kompakt und auf den Punkt braucht:

Auf jeden Fall ist DWC nun in der Beta Phase und bereit für erste Tests:

 

SAP HANA

Lucia Subatin verrät uns ganz zurückhaltend, dass HANA Express 2.0 SPS 04 nun verfügbar ist:

Wie und warum HANA evtl. in das Data Warehouse-Konzept passt, kann man hier lesen:

Calculation Views stellen ein wichtiges Modellierungsinstrument für HANA dar und sollten natürlich optimal eingesetzt werden:

Wie sich ein Calculation View technisch von einen SQL View unterscheidet, findet sich hier:

Wie man nun Python für die Explorative Datenanalyse nutzen kann wird in diesem Blog ausführlich dargestellt:

Und die Möglichkeiten von HANA schlagen sich auch immer mehr auf der Applikationsebene, also in ABAP nieder. Wie hier am Beispiel von Graph Processing:

 

Intelligent Enterprise

mit den neusten S/4HANA Cloud Release 1908 kommen auch wieder neue Features im Bereich RPA, ML und Predictive Analytics dazu:

 

Hintergrund hier ist u. a. die Möglichkeiten, welche sich durch das so genannte Hybrid Transactional / Analytical Processing (HTAP) ergeben:

Wenn noch mehr interessiert, der findet hier eine kleine Video-Serie dazu:

Aber auch Sven Denecken erklärt hier gerne in seinem Blog den Stand der Dinge: