The Forrester Wave (TM) – Enterprise Performance Management

So, nachdem Gartner im Sommer bereits den aktuellen Magic Quadrant (MQ) zum Thema Corporate Performance Management (CPM) veröffentlicht hat, bringt nun auch Forrester seine Einschätzung unter der Bezeichnung Enterprise Performance Management (EPM) auf den Markt.

Um vorweg ein wenig Klarheit zu schaffen – Gartner hatte dieses Jahr seinen MQ ja in zwei aufgeteilt:

  • Financial Corporate Performance Management
  • Strategic Corporate Performance Management

Um klar zu machen, aus welcher Sicht der Blog geschrieben ist, gelten folgende Regeln:

  • CPM = EPM
  • EPM = Planung, BI & Konsolidierung (technologisch gesehen)
  • Forresters EPM unterscheidet nicht zwischen Strategic und Financial

Forrester erklärt EPM als:

„EPM is a software category comprised of a set of planning, reporting, and analytical applications that help organizations plan, report on, and analyze business information spanning the enterprise.“

-The Forrester Wave™: Enterprise Performance Management, Q4 2016

Forrester versteht unter EPM einen Ansatz, der Vergangenheit (z. B. Konsolidierung), Gegenwart (z. B. KPIs, Scorecards) und Zukunft (z. B. Planung, Forecasting) umfasst.

Es wurden 10 Hersteller bewertet. Bei diesen wird eine starke Bewegung von On-Premise in Richtung Cloud (SaaS) gesehen. Forrester erwartet, dass in den nächsten 5 Jahren SaaS führend sein wird.

Cloud wird im Bereich EPM aber nicht als einziger Innovationstreiber gesehen.

  • User Experience spielt eine wichtige Rolle, wobei Excel sehr dominat ist
  • Prozessunterstützte Collaboration wird zunehmend wichtiger
  • Advanced Analytics wird durch das Aufkommen von In-Memory-Technologie vorangetrieben
  • Real-Time Use-Cases werden in manchen Bereichen interessant

In der Forrester Wave sind neben SAP auch die anderen beiden großen Player IBM und Oracle dabei. Mir noch etwas bekannter und mit einer sehr starken Position, bei einer überschaubaren Marktpräsenz ist Tagetik.

Gleich vorneweg fällt auf, dass SAP im Vergleich zu den Gartner MQs hier keine Leaders-Rolle hat. Man ist gut als Strong Performer unterwegs, fällt hier aber bei den deutlich kleineren Wettbewerbern etwas aus der Rolle, was die Marktpräsenz betrifft.

Schwächen zeigt SAP vor Allem in der aktuellen Produktstrategie:

forrester-epm-2016

Oracle ist im Vergleich mit einem hervorragenden Angebot einer starken Strategie wohl zurecht Marktführer.

Während SAP im Bereich Reporting und Analyse eine hervorragende Bewertung erhält, zeigt lt. Forrester das Thema Cloud aktuell noch große Schwächen.

In der Einzelbewertung wird konkreter auf SAP BusinessObjects Planning and Consolidation (BPC) und deren verbesserte Integration in das ERP eingegangen. Gerade auch der zum letzten DSAG JK vorgestellte Ansatz für Realtime-Konsolidierung auf Basis eines S/4HANA Central Finance-Systems könnte hier zukünftig stärker in die Strategie einfließen. BPC war auch bei Gartner ganz klar das Flagship-Produkt und ist sowohl für Planung wie auch Konsolidierung von der SAP strategisch gesetzt.

Im SaaS-Bereich bietet SAP BusinessObjects Cloud an. Die Lösung hat als „Cloud for Planning“ begonnen und sich über Erweiterungen im Bereich BI und zuletzt auch Predictive Analytics stark weiter entwickelt. Für sich ist das Produkt aber eben noch recht neu, weshalb Forrester sicherlich zu Recht noch eine fehlende Reife in einigen Bereichen beobachtet.

Ohne die Lösungen der anderen Anbieter genauer zu kennen, kann ich trotzdem sagen, dass SAP hier wie dargestellt, stark am Arbeiten ist, um seine EPM-Lösung voran zu bringen. Möglicherweise ist das jedoch auch das Problem, weshalb SAP hier nicht zu den Leadern gehört. In den letzten Jahren ist das Thema BI/EPM/Analytics bei SAP ein work-in-process. Strategien werden fast schneller geändert als die Namen. Und das will bei der SAP schon was heißen.

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