SAP TechEd 2016 – Was man für SAP BI & Analytics mitnehmen kann

Die im folgenden abgebildeten Screenshots sind alle aus öffentlichen, im Rahmen der SAP TechEd 2016 gehaltenden Präsentationen. Sie stellen einen aktuellen Stand der Planung dar und können sich natürlich jederzeit ändern!

Die SAP TechEd 2016 hat für die BI-Community wieder einiges geliefert, wenn auch vieles schon bekannt war. Richtig große Ankündigungen gab es aus meiner Sicht eigentlich nicht. Am ehesten interessant war noch HANA Express, welches für Entwickler eine Einstiegsmöglichkeit bietet, HANA auf dem eigenen Rechner zu betreiben. Trotzdem ist es interessant geballt zu betrachten, wie sich SAP aktuell im BI- und Analytics-Umfeld sieht und positioniert.

Um meinen Eindruck von den TechEd-Themen her mal kurz zu umreißen:

HANA, S/4 HANA, HANA Express, noch mehr HANA, Cloud, Fiori & UX, IoT und Digitalisierung im Allgemeinen. Und irgendwie war der Solution Manager doch auch recht präsent.

Bzgl. BI und Analytics wurde natürlich allerlei vorgestellt zu:

BusinessObjects BI-Platform & Lumira 2.0, BusinessObjects Cloud & Digital Boardroom, BW/4HANA, Predictive Analytics, S/4 HANA Analytics, Mobile BI, Planung und Konsolidierung in S/4HANA mit BPC, Enterprise Information Management & Agile Data Preperation, SAP HANA Datawarehouse & SAP Power Designer bis hin zu Themen wie Maschinellem Lernen, Graphenverarbeitung in HANA sowie Big Data und HANA Vora.

Grundsätzlich bekräftigt SAP in ihrer Analytics Strategy den Weg in die Cloud, jedoch auch das weitere Committment in die doch deutlich ausgereifteren On-Premise BI-Werkzeuge:

image03Quelle: SAP TechEd 2016  ANP100

Dahinter steht steht folgende SAP Analytics Vision, welche auch gut die Themen der SAP TechEd 2016 wiederspiegelt:

image02

Quelle: SAP TechEd 2016 – ANP102

Dabei möchte die SAP das HCP-basierte BusinessObjects Cloud als “analytics application factory” positionieren, welche wohl mit dem Digital Boardroom seine bisher bekannteste Ausprägung hat.

Die BusinessObjects BI-Plattform bekommt eine Fiori-likes Lifting beim BI Launchpad verpasst.

Bei den Frontends war Lumira 2.0 wichtig, welches in Q1/2017 kommen soll und in einem ersten Step Design Studio und Lumira zusammenführt. Dabei wird es nach wie vor zwei Frontendtools Lumira Discovery (ehem. Lumira) und Lumira Designer (ehem. Design Studio) geben, welche sowohl über ein Austauschformat den gleichen Bericht bearbeiten können, sowie auf der BI-Plattform mit einem gemeinsamen Add-In installiert werden. Mit den neuen gemeinsamen Release werden beide Werkzeuge auch stark überarbeitet und erweitert. Das neue Release wird nur auf der BI-Plattform laufen und unterstützt wie von der SAP auch bereits für andere BO-Werkzeuge angekündigt, nicht mehr NetWeaver oder HANA als Anwendungsplattform.

Somit sieht die BI Frontendstrategie der SAP wie folgt aus:

image04Quelle: SAP TechEd 2016 – ANP100

Predictive Analytics wurde von verschiedenen Seiten betrachtet. Unter dem Stichwort “Massive Predictive Analytics” will SAP das Werkzeug SAP BusinessObjects Predictive Analytics 3.0 sowohl als Predictive Factory (hohe Automatisierung, kein Coding, viele Modelle), wie auch als Predictive Analytics für die Masse positionieren. Dabei soll das Werkzeug Big Data-fähig, embedded und Cloud- und On-Premise-ready sein.

Die SAP hat in folgendem Vergleich typische Fragestellungen aus BI und Predictive Analytics gegenübergestellt:

image00Quelle: SAP TechEd 2016 – ANP108

Schön, dass in der gleichen Präsentation auch noch das folgende Statement zu finden ist:

“Predictive is NOT about telling the future – it is about understanding the past.”

Das schwierige an Vorhersagen ist eben nach wie vor, dass die Zukunft eben doch niemand kennt und die Vergangenheit immerhin Fakten abbildet. Letztendlich dient jede Analyse dazu, für die Zukunft Entscheidungen zu unterstützen.

Und auch in der Businessobjects Cloud kommt das Thema Predictive langsam ans Laufen. Auch wenn die Folien alleine dazu leider nur wenig hergegeben.

Beim Bereich Data Warehousing positioniert sich SAP immer stärker mit einem eigenen, HANA-basierten Ansatz unabhängig vom BW. Dabei kommt mittlerweile eine sehr Breite Palette an SAP-Werkzeugen zum Einsatz. Diese können jedoch aufgrund der losen Kopplung der Werkzeuge natürlich auch durch Nicht-SAP-Werkzeuge ersetzt werden:

image05Quelle: SAP TechEd 2016 – DMM104

Auch bei S/4HANA Analytics tut sich einiges und schaut man sich beispielsweise die folgende Übersicht an, so findet man sich mit den klassischen BI-Möglichkeiten wie BW und BusinessObjects BI (On-Premise) nur noch als einer unter Vielen wieder:image01

Quelle: SAP TechEd 2016 – ANP109

Ich denke als Fazit kann man sagen, dass sich bei der SAP im Bereich BI & Analytics an vielen Stellen viel tut. Im Frontendbereich werden auf der einen Seite Werkzeuge konsolidiert, wie jetzt bei BusinessObjects BI (Lumira 2.0/Simplification), auf der anderen Seite entstehen immer neue Werkzeuge in der Cloud oder für operatives Reporting. Bleibt abzuwarten, was sich hier die nächsten Jahre durchsetzt und ob es evtl. Auch übergreifend mal wieder zu einer Konsolidierung kommen wird.

Beim Data Warehouse öffnet man sich für Big Data und IoT mit dem BW/4HANA oder SQL-getriebenen DWH-Ansätzen, welche eine Vielzahl neuer Werkzeuge ins Spiel bringen. Diese überschneiden sich wiederum stark mit dem Thema Enterprise Information Management, welches die SAP auch immer wieder als separates Thema positioniert und mit einigen neuen Tools aufwartet.

Das Thema Predictive Analytics ist zwar an vielen Stellen zu finden. Jedoch ist hier die Entwicklung aus meiner Sicht etwas kontinuierlicher und übersichtlicher, auch wenn man hier genauso von dem eigenständigen Werkzeug, wie den Möglichkeiten in HANA, im BW oder in der BO Cloud sprechen kann. Trotz des breiten Ansatzes landet man hier doch immer wieder beim gleichen Kern.

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