BARC: The BI Survey 15

Heute ist The BI Survey 15 (BIS) ins Haus bzw. das Postfach geflattert. Mal schauen, welche Erkenntnisse man daraus ziehen kann.

Ein paar Facts zur Umfrage

  • 2.952 verwertbare Umfrageergebnisse
  • 2.111 Anwender (Rest Berater/Hersteller)
  • 53% der Teilnehmer haben zwischen 100 und 2.500 Mitarbeiter
  • Die Größte Teilnehmergruppe kommt aus dem produzierenden Bereich (Manufacturing) gefolgt vom Handel (Retail/Wholesale/Trade)

SAP in der BIS

  • SAP BO Analysis und SAP BO WebI als Produkte mit dem höchsten Median an Mitarbeitern (7.500 und 5.000)
  • An 4. Stelle SAP BEx mit 4.100 nach Oracle BI FS (4.200)
  • Das relativ neue SAP BO Design Studio folgt an 8. Stelle mit einem Median von 2.750 Mitarbeitern

Der Durchschnitt liegt im Median bei 1.000 Mitarbeitern. Somit kommt ein Großteil der SAP-Produkte erwartungsgemäß in größeren Unternehmen zum Einsatz.

  • SAP BO WebI hat bei den 4 in die Umfrage einbezogenen SAP-Werkzeugen die meisten Antworten (86), am wenigsten das noch verhältnismäßig neue SAP BO Design Studio (30). QlikView von Qlik ist mit Abstand am meisten vertreten mit 254 Antwortenden.
  • Folgende SAP-Produkte wurden bewertet, werden aber unter Others gruppiert: SAP Crystal Reports, SAP BW IP und SAP Lumira.

Ergebnisse

Eine erste Erkenntnis ist der Anstieg des durchschnittlichen %-Anteils an Usern in den Unternehmen.Während der Wert letztes Jahr bei nur knapp über 10% lag, ist der auf fast 13% angezogen. Schaut man ins Detail, zeigt sich, dass gerade der Anteil an Unternehmen, welche vorher bereits viele BI-User (>50%) hatten, sich nochmals erhöht hat.

Der Finanzbereich, Management und Vertrieb sind die Hauptnutzer von BI in den Unternehmen. Im Finanzbereich ist die Nutzung in den letzen Jahren auch noch kontinuierlich gestiegen und liegt bei über 80% der Unternehmen. Im Vergleich zeigt der mittelfristige Trend bei Management und Vertrieb leicht nach unten und liegt zwischen 60% und 70%. Bei großen BI-Installationen, zu denen auch SAP typischerweise gehören dürfte, ist die Tatsache, dass der Hersteller als Standard definiert ist ein wichtiger Grund. Nur die Funktionalität ist mit einigem Abstand noch wichtiger, was jedoch für Installationen jeglicher Größe der wichtigste Grund ist. Ein interessanter Unterschied zu Mittelgroßen Installationen ist die einfache Nutzung durch Report Designer und Report Empfänger. Bei großen Unternehmen spielt dies eine deutlich geringere Rolle als bei Mittelgroßen. Auch Performance, Flexibilität und das Preis-Performance-Verhältnis liegen deutlich unter den Mittelgroß-Unternehmen.

Keine Überraschung ist sicherlich, dass die BI-Werkzeuge im Schwerpunkt für Standardreporting, Ad hoc Query, Datenanalyse und Dashboards verwendet wird. Etwas abgeschlagen stehen noch Planung, Konsolidierung und Predictive Analytics. Wobei bei letzterem im Vergleich zu den anderen Punkten doch ein starkes Interesse da ist, dies in den nächsten 12 Monaten auszubauen oder ansonsten oft langfristige Planungen existieren.

Abschließen möchte ich mit den Trendthemen wie Mobile BI. 2011/2012 waren die Erwartungen für die nächsten 12 Monate und darüber hinaus hoch. Nach und nach hat sich die Nutzung gemächlich ausgebaut von 8% (2011) auf 21% (2015). Diese Entwicklung ist jedoch weit weg von den Erwartungen, welche jedes Jahr für die nächsten 12 Monate kommuniziert wurden und immer bei über 20% lagen.

Bei Cloud BI ist der Schwerpunkt der Nutzung nach Industrie genau auch dort, wo Cloud BI herkommt, nämlich aus dem IT-Sektor. Klassische Branchen wie Finanzdienstleistungen, Versorger oder der öffentliche Sektor sind hier noch deutlich zurückhaltender in der Nutzung.

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