Forrester Wave: In-Memory Datenbanken Q3/2015

Das Marktforschungsunternehmen Forrester hat eine Untersuchung von 11 In-Memory Datenbanken durchgeführt und diese entsprechend bewertet.

Forrester sieht den Einsatz von In-Memory Datenbanken im Bereich (Realtime) Analytics und bei extremen und schwer vorhersehbaren Transaktionsvolumen in den Bereichen Mobile, Internet of Things und Web Workloads. Auch die Entwicklung gänzlich neuer, hochperformanter Anwendungen ist ein Schwerpunkt.

In-Memory Datenbanken oder In-Memory Optionen für Datenbanken gibt es schon seit vielen Jahren. Nach meiner Beobachtung hat SAP gepuscht durch ein starkes Marketing und durch die klare strategische Festlegung für alle ihre verfügbaren Geschäftsanwendungen, bei SAP BW und SAP ERP angefangen, hier für eine hohe Aufmerksamkeit gesorgt. Dies spiegelt sich nun auch im Aufkommen entsprechender Untersuchungen wieder. Ein klares Zeichen ist hier bei SAP, dass das Hauptprodukt, nämlich das ERP-System noch der Datenbank HANA benannt wurde und als neues ERP Release unter dem Namen S/4 HANA verfügbar ist.

Forrester bringt eine Definition für In-Memory Datenbanken:

A database technology that stores all or partial data in memory on either a single or distributed server to support transactional, operational, and/or analytical workloads.

Diese Definition ist evtl. auch der Grund, dass spezialisierte analytische Datenbanken wie Exasol oder QlikView hier keine Berücksichtigung finden.

Interessanterweise unterteilt Forrester schon gleich die untersuchten Datenbanken in Datenbanken von traditionellen Anbietern wie SAP, IBM und Oracle sowie spezialisierte Anbieter wie Aerospike, DataStax und Kognito. Mit dieser Einteilung wird das Ergebnis im Prinzip vorweg genommen. Die traditionellen Anbieter sind auch in der Forrester Wave die führenden während die Spezialisten weitgehend unter Strong Performer klassifiziert werden.

Im weiteren werde ich mich auch auf die traditionellen Anbieter, allen voran SAP im Vergleich beziehen.

Sollte man eine Top 5-Liste erstellen wollen, wären wie angedeutet, die eher traditionellen Datenbankhersteller vertreten:

  1. SAP
  2. Oracle
  3. IBM
  4. Teradata
  5. Microsoft

SAP kommt mit Spitzenwerten bei CURRENT OFFERING (4,25) und STRATEGY (4,60) daher und teilt sich bei 5,00 von 5,00 möglichen Punkten mit IBM bei MARKET PRESENCE den ersten Platz.

Im Detail betrachtet zeigt SAP bei CURRENT OFFERING im Bereich Scale-out architecture und und Data movement mit jeweils nur 3,00 Punkten Schwächen. Auf der anderen Seite kann SAP als einziger 5,00 Punkte in den Bereichen Data management features und Transaction capabilities ausweisen.

Laut Forrester wird SAP HANA wird vorm Markt gut angenommen, was auch an der starken Integration in die angebotene Software von SAP liegt. Die Fokussierung auf In-Memory zahlt sich wohl aus. SAP investiert stark in Marketing aber auch in die technologische Weiterentwicklung, was ich ebenso wahrnehme. Es werden mehr als 7.000 Kunden angegeben seit dem Start 2011. Zu guter letzt zeigt Forrester noch auf, dass eine SAP HANA Datenbank evtl. einen Overkill für Unternehmen darstellt, welche die Datenbank nur für transaktionale Zwecke einsetzen und keinen Nutzen aus Datenanalysen oder komplexen Berechnungen holen, da SAP HANA im Vergleich als teuer gilt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s