SAP BusinessObjects (BO) BI Suite

Die BusinessObjects BI Suite besteht aus einer Reihe von BI-Werkzeugen, welche 2007 von SAP zusammen mit einer Reihe weiterer Werkzeugen übernommen wurden.

Die folgende Übersicht zeigt auch Neuentwicklungen wie Design Studio oder Lumira, welche erst nach der Übernahme von BO entwickelt wurden, um die bestehenden Werkzeuge der BEx-Suite ablösen zu können (Design Studio) oder um neuen Trends wie der agilen Visualisierung (Lumira) entgegen treten zu können.

BO Übersicht

SAP bietet mit den vorhanden Werkzeugen ein großes Spektrum an Möglichkeiten. Jedoch gibt es auch eine große Redundanz an Funktionen und Einsatzzwecken. SAP hat von daher, u. a. auch im Rahmen des Versuchs die angebotene Software für die Kunden einfacher (Simplification) zu machen und klarer zu positionieren, angekündigt, sich auf bestimmte BI-Werkzeuge zu konzentrieren und wichtige Funktionen auf den Ziel-Werkzeugen zu vereinen.

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Big Data

Big Data beschreibt ein Phänomen vor dem Hintergrund stetig zunehmender Datenmengen durch Social Media und die digitale Transformation der Wirtschaft (Internet of Things, Industrie 4.0) im Zusammenspiel mit stetig zunehmender Rechnerkapazität sowie Speichermöglichkeiten (Cloud Computing).

Big Data ist ein Hype und aktuell im Gartner Hype Cycle bereits am Höhepunkt der Erwartungen vorbei in Richtung Desillusionierung unterwegs.

Big Data lässt sich lt. BITKOM durch die folgenden vier Aspekte beschreiben:

  • Volume / Datenmenge (Terrabyte, Petabyte, Exabyte, …)
  • Variety / Datenvielfalt (strukturiert, semi-strukturiert, unstrukturiert)
  • Velocity / Geschwindigkeit, in der neue Daten entstehen und verarbeitet werden
  • Analytics (Data Mining, Predictive Analytics, Visualisierung)

Typischerweise wird hier von den drei V’s gesprochen, wobei immer wieder neue V’s auftauchen wie z. B. Veracity (Richtigkeit, Genauigkeit der Daten). Durch Analytics wird dann der Nutzenaspekt hinzugefügt.

Die großen IT-Unternehmen wie Amazon, Google oder Facebook zeigen eindrucksvoll die Möglichkeiten, mit datengetriebenen Geschäftsmodellen erfolgreich zu sein. Durch die zunehmende Verfügbarkeit und Reife neuer Technologien (NoSQL-Datenbanken, Hadoop, In-Memory-Technologie, …), sowie erhoffter Nutzenpotentiale, versuchen immer mehr Unternehmen aus internen und externen Daten Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Big Data erweitert die bisherigen Ansätze in den Bereichen Business Intelligence und Data Mining und stellt für jeden der drei V’s eine Reihe von Technologien zur Verfügung, um diese Aspekte handhabbar zu machen.

SAP BEx Broadcaster

Der BEx Broadcaster ermöglicht die Verteilung von Berichten über verschiedene Kanäle (E-Mail, Drucker, …) in verschiedenen Formaten (PDF, Excel, MHTML, …).

Dabei kann der BEx Broadcaster Daten aus dem SAP BW in Form von Queries, Query-Views, Web Applications und mit Hilfe eines Vorberechnungsservers auch in Form einer BEx Analyzer Arbeitsmappe beziehen.

Der BEx Broadcaster ist Teil der SAP BW BI Suite. Eine vergleichbare Funktion bei den BusinessObjects-Werkzeugen ist die Zeitgesteuerte Verarbeitung.

SAP Design Studio

SAP Design Studio ist eines der neusten BI-Frontendwerkzeuge im Portfolio der SAP. Es wurde vollständig neu entwickelt und soll den SAP BEx Web Application Designer und SAP BO Dashboards ablösen.

SAP Design Studio ist im Schwerpunkt für Dashboarding entwickelt, unterstützt jedoch zunehmend Funktionen für OLAP und die dynamische Erstellung von Berichten, Visualisierungen und Dashboards.

Dashboards setzt eigene Akzente, basiert auf HTML5/UI5, und wurde nach dem Mobile First-Gedanken entwickelt.

SAP hält sich weitgehend an die Agenda und liefert für Design Studio etwa halbjährliche Updates:

Design Studio 1.1 - 1.6

SAP BEx Web Application Designer (WAD)

Der BEx Web Application Designer (WAD) ist Teil der SAP BI Suite. Es handelt sich um eine Desktop-Anwendung zur Gestaltung von komplexen Web-Berichten auf Basis von Queries, Query View’s oder InfoProvider-Daten aus dem SAP BW.

Mit dem WAD kann man Berichte visuell und per Drag & Drop (jedoch kein WYSYWIG) gestalten und die Elemente (Web Item’s) über Parameter steuern. Der WAD ermöglicht jedoch auch den Einsatz bestimmter Modifikationen und von JavaScript.

Der WAD unterstützt die Erstellung von Planungsanwendungen auf Basis der BW Integrierten Planung.

Das SAP Design Studio ist perspektivisch von der SAP als Nachfolger des WAD positioniert.

Analysis Path Framework (APF)

Das Analysis Path Framework ist eine Fiori-Anwendung auf Basis der HANA Datenbank.

Es ermöglicht über vorkonfigurierte Pfade eine Schritt für Schritt-Analyse von Daten.

Weiterführende Informationen finden sich im SCN bspw. hier und hier.

Obwohl ursprünglich eher für ein Suite on HANA bzw. S/4 HANA-System gedacht, gibt es ebenso die Möglichkeit, das APF auf einem BW on HANA zu betreiben.

APF ist im SCN lebendig, obwohl ich immer feststelle, dass es kaum jemand im BI-Umfeld kennt.

Die SAP hat für Q3/2016 ein ausführliches Roll-Out-Dokument zur Verfügung gestellt.