Interessante BI Research Papers von Forrester, Gartner & Co.

Regelmäßig veröffentlichen Tech Marktforschungsunternehmen Research Papers zu BI-Themen (und natürlich auch anderen). In der letzten Zeit ist mein Gefühl, dass es zu BI bzw. Analytics immer mehr Interesse und Beratungsbedarf gibt. Dies mag auch daran liegen, dass das Thema wächst und sich zunehmend ausdifferenziert.

Natürlich verdienen die Anbieter dieser Research Papers daran. Ob durch den Verkauf oder die darauf basierende Beratung, die die Unternehmen anbieten.

Im Folgenden möchte ich versuchen, etwas zu sammeln, was da so alles auftaucht (hauptsächlich momentan von Forrester), und was da von SAP so mitspielt und wie SAP gegen den besten Konkurrenten abschneidet.

Q4/2015 – The Forrester Wave: Enterprise Data Warehouse

Software: SAP Hana Plattform

Bewertung SAP (vs. Oracle)

  • Current Offering 4.15 (vs. 4.70)
  • Strategy 4.05 (vs. 4.15)
  • Market Presence 3.93 (vs. 3.95)

 

Q4/2015 – The Forrester Wave – Cloud Business Intelligence Platforms

Software: SAP BusinessObjects Business Intelligence  4.1 (deployed
on SAP Hana Enterprise Cloud [HEC])

Bewertung SAP (vs. Birst)

  • Current Offering 3.13 (vs. 4.51)
  • Strategy 2.63 (vs. 4.47)
  • Market Presence 3.00 (vs. 4.00)

 

Q4/2015 – The Forrester Wave – Data Quality Solutions

Software:

  • SAP Data Services 4.2
  • SAP Information Steward 4.2
  • Data Quality Management for SAP 4.0 sp06
  • SAP PowerDesigner 16.5 sp5
  • SAP Agile Data Preparation 1.0
  • SAP HANA, smart data quality & smart data integration SPS10

Bewertung SAP (vs. IBM)

  • Current Offering 4.54 (vs. 4.50)
  • Strategy 5.00 (vs. 5.00)
  • Market Presence 5.00 (vs. 5.00)

 

Q3/2015 – The Forrester Wave – Agile Business Intelligence Platforms

Software: Lumira 1.28

Bewertung SAP (vs. Microsoft)

  • Current Offering 3.93 (vs. 4.34)
  • Strategy 4.30 (vs. 4.10)
  • Market Presence 3.00 (vs. 3.00)

 

Q3/2015 – The Forrester Wave – In-Memory Database Platforms

Software: SAP HANA SPS09

Bewertung SAP (vs. Oracle)

  • Current Offering 4.25 (vs. 3.95)
  • Strategy 4.60 (vs. 4.30)
  • Market Presence 5.00 (vs. 4.10)

 

Q1/2015 – The Forrester Wave – Enterprise Business Intelligence Platforms

Software: SAP BusinessObjects Business Intelligence 4.1

Bewertung SAP (vs. SAS)

  • Current Offering 4.06 (vs. 4.18)
  • Strategy 4.25 (vs. 4.35)
  • Market Presence 4.59 (vs. 4.41)

 

02/2015 – Gartner Magic Quadrant for Business Intelligence and Analytics Platforms

Software: SAP BusinessObjects BI platform, SAP Lumira, SAP Predictive Analytics, SAP HANA

SAP BW Kunden-Statistik

Heute habe ich mal wieder die Zahlen zu SAP BW-Kunden auf dem SCN-Blog von Tammy Powlas gesehen:

  • 15000+ SAP BW-Kunden
  • 7000+ SAP BW 7.3/7.4-Kunden
  • 2500+ SAP BW on HANA-Kunden

Das ist schon grundsätzlich eine interessante Darstellung. Ich habe mal versucht, das zu visualisieren:
SAP BW Kundenstatistik

Lassen wir doch hier einfach mal das + weg. Wo fängt das schon an? 15.001 Kunden mit SAP BW? Kosmetik, die nach mehr schreien soll würde ich sagen.

7.000 Kunden mit einem Release 7.3 oder 7.4. Aktuell ist ja 7.5 im Ramp-Up. Damit will man also wohl sagen, schon viele aktuelle Kunden. Gut, 7.3 ist lt. SCN-Seite am 07.11.2011 released worden. Also ziemlich genau 4 Jahre alt. Wer von den 7.000 Kunden 7.4 hat, wird damit im Unklaren gelassen. Dass mehr Kunden (8.000) ein System im Einsatz hat, seinen Ursprung vor mehr als 4 Jahren hatte, sagt ja auch ein wenig aus…

Und dann 2.500 Kunden mit BW on HANA. Heißt ja im Prinzip auch nur, das bisher ganze 16,66% auf ein HANA-System gewechselt sind und sich 83,33% das noch überlegen… Bedenkt man, dass es für das BW HANA bereits am längsten gibt, ist das eigentlich nichts, was mich hier vom Hocker reißt. HANA ist seit Mitte 2011 verfügbar ist und gilt als Technologie bzw. Plattform der Zukunft bei SAP.

Man kann ja nur hoffen, dass es mit S/4 HANA schneller geht. 1.300 Kunden werden hier bereits genannt. Ich musste etwas suchen, um die Anzahl der SAP Business Suite-Kunden zu finden. Hier komme ich 2013 auch > 40.000. Damit stehen wir hier nach gut 9 Monaten doch auch schon bei 3,3%. Rechne ich das mal linear auf 4 Jahre hoch, komme ich auf ähnliche Zahlen wie beim BW. Na, vielleicht gewinnt das Thema ja noch an Speed. Ansonsten benötigt die SAP ca. 23 Jahre, nur um die bestehenden Kunden umzustellen. Und ich vermute mal, die heutigen S/4 HANA-Kunden sind zu einem großen Teil Neukunden…

Liebe SAP, weniger Marketing und mehr zeigen, was das Ding kann bitte. Value statt Werbung. Gerade die BI-Leutchen mögen harte Facts 😉

SAP Digital Boardroom & Cloud for Analytics

Heute durfte ich mir in Walldorf bei der SAP den Digital Boardroom live anschauen und mir die Lösung Cloud for Analytics (C4A) bzw. Cloud for Planning genauer zeigen lassen.

Tatsächlich ist es so, dass der Digital Boardroom komplett auf Cloud for Planning basiert, welches vor Kurzem um weitere BI-Fähigkeiten erweitert, als Cloud for Analytics neu gelaunched wurde.

Einige Info’s die ich mitgenommen habe zu Cloud for Analytics:

  • C4A läuft in der SAP Public Cloud -> HANA Cloud Platform (HCP)
  • Läuft aktuell nur auf Chrome. Andere Browser gehen schon, werden nur bis jetzt nicht offiziell unterstützt.
  • Aktuell ist nur eine App für iOS geplant. Weitere Apps bleiben abzuwarten.
  • Bzgl. Konnektoren für On-Premise – Systemen sind SAP BW (min. 7.4) oder S/4 HANA notwendig. Prinzipiell ein aktuelles HANA-System. Bzgl. Planungsdaten gibt es eine BI-direktionale Integration mit SAP BO BPC. Es gehen aber auch Flat Files, welche in die HCP geladen werden.
  • Es wird als für viele Rollen nutzbare Lösung gesehen:
    • C-Level (Digital Boardroom, KPI’s, Scorecards)
    • Finanzplaner & Analyst (Planung, Budgetierung, Forecasting)
    • Analysten und Planer (Data Discovery, Vertriebs & Marketing Planung, Umsatzanalysen)
    • Data Scientists (Big Data, Predictive Modeling, Prescriptive & Preemptive Analytics)
    • Konsumenten (Dashboards, Budgeteingaben, Forecasts, Risikoberichte)

Bzgl. Planung (Cloud for Analytics for Planning 😉 ) wurde folgendes hervorgehoben:

  • Interessant bei dezentralen Planungsbeteiligten
  • Einfache Lösung, falls kein SAP bei Tochtergesellschaften vorhanden
  • Schnelle Lösung bei lokalen Planungsanforderungen
  • Es unterstützt deutlich stärker das Thema Collaboration als BPC heute

Speziell zum Digital Boardroom (DB) ist folgendes zu sagen:

  • Der Digital Boardroom ist ein auf Cloud vor Planning/Analytics basierender Content, der als Showcase entwickelt wurde und immer noch weiterentwickelt wird.
  • Seit Kurzem wird der Digital Boardroom tatsächlich vom SAP Vorstand genutzt
  • Der DB ermöglicht den Information Design-Ansatz nach Hichert zu nutzen
  • Der DB ist im Prinzip eine Self-Service-Anwendung, welche bei entsprechender Bereitstellung der Daten durch den Fachbereich (Controlling) erstellt und gepflegt werden kann.
  • Zukünftig soll die Lösung auf Fachbereiche heruntergebrochen werden können. Aktuell ist der DB sehr stark an Finanzkennzahlen orientiert.
  • Der DB setzt sich aus drei Bildschirmen zusammen, kann aber für Präsentationen oder Laptop auch genauso über einen Bildschirm laufen:
    •  Übersichtsbildschirm (Overview Screen)
    • Main & Exploration Screen
    • Context Screen
  • Die Visualisierungen werden dabei aus Stories, vergleichbar wie bei SAP Lumira zusammengestellt und können interaktiv über Touchscreen geändert werden.
  • Der DB umfasst einen Werttreiberbaum, welcher bei Simulationen die Auswirkungen auf verschiedenen Kennzahlen innerhalb der Werttreiberbaums anzeigt.

Es gibt vom 05.11.2015 ein nettes Video zum Digital Boardroom.

SAP Cloud for Analytics – FAQ

Nachdem ich nun erst SAP BO BPC näher kennengelernt habe und mich nun auch etwas über Cloud for Planning informiert habe, wird mir einiges klar.

Die soeben gefundenen FAQ von SAP hilft zusätzlich. Das wichtigste und interessanteste für mich, außer dass das Produkt nur über Google Chrome gut läuft ist. Kein wunder, bedenkt man die angedachte Google App-Integration.

Die für mich interessantesten facts:

  • SAP Cloud for Analytics ist der Nachfolger bzw. die Weiterentwicklung des erst im Februar zur Verfügung gestellten SAP Cloud for Planning
  • In 2016 soll dann die Predictive-Fähigkeiten verfügbar werden
  • Abgerundet wird der Service dann in der aktuell fertigzustellenden Roadmap um Governance, Risk & Compliance
  • Der SAP Digital Boardroom basiert auf SAP Cloud for Analytics und soll somit ebenso noch im November verfügbar sein
  • Der Invest in cloudbasierte Analytics hat keinen Einfluss auf die Entwicklung der BusinessObjects Suite oder SAP Lumira. Beide Seiten werden ausgebaut.
  • SAP Cloud for Analytics ist der Nachfolger von SAP Lumira, cloud edition. SAP Lumira on-premise wird erhalten bleiben, während die Cloud-Version 2016 auslaufen wird.
  • Die Produktroadmap für SAP Cloud for Analytics findest sich im SAP Marketplace

Analysis Path Framework for BW on HANA

Auf SCN wurde eine neue Präsentation zur Verfügung gestellt, welches aufzeigt, wie das APF mit dem SAP BW on HANA genutzt werden kann.

Dabei ist kein HANA Live notwendig, die Nutzung kann direkt über die OData-Möglichkeiten von BW-Queries genutzt werden.

Die Präsentation zeigt die Konfiguration und Systemvoraussetzungen. Eine zusätzliche Lizenz, neben der BW on HANA-Lizenz scheint nicht notwendig.

APF ist schon eine interessante Anwendung, welche flexible Analysen auf einem System und im Fiori-Kontext erlaubt. Die Frage ist, ob es Sinn macht, diesen Ansatz verfolgen, wenn doch mit Lumira Server oder den Self-Service-Templates von Design Studio eigentlich noch flexiblere und mächtigere Werkzeuge zur Verfügung stehen. Evtl. ist es natürlich in einem operativen Reportingansatz ohne eine Lizenz für die genannten BI-Werkzeuge sinnvoll.

SAP HANA Live

HANA Live, ein Begriff der SAP, der immer für etwas Verwirrung steht, wenn es um die HANA-Diskussion geht. Was genau also ist HANA Live?

SAP beschreibt HANA Live als „Real-Time operational reporting directly on your Suite on HANA and S/4HANA system without any redundancy or latency. …SAP HANA Live provides SAP-delivered content (similar in concept like SAP BW content), in form of SAP HANA calculation views for real-time operational reporting. The content is represented as a VDM – virtual data model, which is based on the transactional and master data tables of the SAP Business Suite. The SAP HANA Studio is the SAP HANA application where the calculation views for these VDM are developed and maintained.

Bzgl. der Zielrichtung bzw. Zielgruppe beschreibt es SAP als „SAP HANA Live is ideally suited as a Self-Service BI component for SAP Business Suite users requiring operational analytics.

Die verlinkte Präsentation im SCN zeigt verschiedene Szenarien auf, wie HANA Live auch innerhalb des SAP BW genutzt werden kann, um operatives Reporting mit dem historischen Reporting und den Möglichkeiten im SAP BW zu verbinden. Im Prinzip werden die Daten aus einem SAP ERP über SLT in das SAP BW repliziert um dann darauf operativ reporten zu können.

Genauso wäre hier auch ein Reporting mit Fiori Analytical Apps und Smart Business Apps möglich.

Die ursprüngliche Positionierung der SAP war wohl eher, operatives Reporting zu beschleunigen, vor Allem für Suite on HANA oder S/4 HANA-Systeme. Auch ein Side-Car Ansatz wäre natürlich möglich, um bestimmte Themen selektiv zu beschleunigen.

In dieser Präsentation zeigt SAP das Zusammenspiel bzw. die Abgrenzung von HANA Live vs. BW (on HANA).

Das SAP HANA Data Warehouse

In einem aktuellen Blog schreibt Thomas Zurek (VP for Development of SAP HANA BW) über die Richtung, in die SAP BW sich entwickeln wird. Oder sollte man besser sagen, über die Richtung, wie SAP den Data Warehouse-Ansatz technologisch entwickelt und SAP BW dabei eine Rolle spielen kann?

http://scn.sap.com/community/bw-hana/blog/2015/10/26/the-hanadw

Dies passt letztendlich sehr gut zur ebenfalls mit SAP BW 7.5 kommunizierten SAP Data Warehouse Strategie.

Details – SAP BW 7.5 – SP1

Zu dem neuen BW-Release habe ich ja schon einen Beitrag bereitgestellt. Im Folgenden nun die Diskussion zu ein paar Details zum Stand SAP BW 7.5 SP1 (Stand 10/2015 von Lothar Henkes).

Advanced DataStore Object

Bei solchen Namen frage ich mich immer, wie ein Object den noch heißen soll, wenn es sich nochmal weiter entwickelt. Ganz klar, möchte man sich von den bisherigen DataStore Objects (DSO’s) abgrenzen, welche da wären:

Das Standard DSO wurde mit BW 2.1c eingeführt, während die anderen DSO-Typen erst mit BW 7.0 kamen. Die bisherigen DSO’s wurden mit Hilfe von InfoObjects aufgebaut.

Das Advanced DSO, welches erst mit BW on HANA eingeführt wurde, unterstützt die Modellierung mit InfoObjects sowie feldbasierte Modellierung und kann nur über die Eclipse-Umgebung modelliert werden.

Interessante Neuerungen sind:

  • Verbesserungen bei Bestandskennzahlen
  • Zusätzliche Unterstützung für HANA Dynamic Tiering

Für die Zukunft wird die Unterstützung von Realtime Streaming angegeben.

Das Advanced DSO wird alle bisherigen DSO-Typen ersetzen und die Fähigkeiten des BW im Enterprise Data Warehousing-Layer erweitern.

Composite Provider

Nachdem der CompositeProvider eingeführt wurde, wurde dieser kurz darauf schon wieder zum New CompositeProvider upgedated.

Der CompositeProvider macht den MultiProvider und das InfoSet überflüssig. EIne Schwachstelle hat er aktuell noch und das sind temporale Joins, welche mit InfoSet’s möglich waren. Diese Funktion ist für die Zukunft geplant.

In SP1 gibt es ansonsten nur Vereinfachungen für den Einsatz dieses InfoProviders.

BW Query Designer in Eclipse

Zur Einführung des eclipsebasierten Query Designers konnten noch nicht alle Möglichkeiten des bisherigen Query Designers abgebildet werden. Mit BW 7.5 ist dies nun gelungen. Neben den kompletten Möglichkeiten des Query Designers gibt es folgenden Zusatznutzen:

  • Generierung von HANA Views
  • Integrierter Query Preview
  • Verfügbarkeit der neuen HANA Exit-Variablen AMDP (ABAP Managed Database Procedure)
  • Neuer, vereinfachter Formeleditor (mit If-Operator)

Auch bzgl. BW Workspaces geht es spannend weiter, bspw. mit dem BW Workspace Query Designer.

Zu guter Letzte noch als Übersicht die Featureliste zu BW7.5 SP1:

BW 7.5SP1 Feature Overview

BARC: The BI Survey 15

Heute ist The BI Survey 15 (BIS) ins Haus bzw. das Postfach geflattert. Mal schauen, welche Erkenntnisse man daraus ziehen kann.

Ein paar Facts zur Umfrage

  • 2.952 verwertbare Umfrageergebnisse
  • 2.111 Anwender (Rest Berater/Hersteller)
  • 53% der Teilnehmer haben zwischen 100 und 2.500 Mitarbeiter
  • Die Größte Teilnehmergruppe kommt aus dem produzierenden Bereich (Manufacturing) gefolgt vom Handel (Retail/Wholesale/Trade)

SAP in der BIS

  • SAP BO Analysis und SAP BO WebI als Produkte mit dem höchsten Median an Mitarbeitern (7.500 und 5.000)
  • An 4. Stelle SAP BEx mit 4.100 nach Oracle BI FS (4.200)
  • Das relativ neue SAP BO Design Studio folgt an 8. Stelle mit einem Median von 2.750 Mitarbeitern

Der Durchschnitt liegt im Median bei 1.000 Mitarbeitern. Somit kommt ein Großteil der SAP-Produkte erwartungsgemäß in größeren Unternehmen zum Einsatz.

  • SAP BO WebI hat bei den 4 in die Umfrage einbezogenen SAP-Werkzeugen die meisten Antworten (86), am wenigsten das noch verhältnismäßig neue SAP BO Design Studio (30). QlikView von Qlik ist mit Abstand am meisten vertreten mit 254 Antwortenden.
  • Folgende SAP-Produkte wurden bewertet, werden aber unter Others gruppiert: SAP Crystal Reports, SAP BW IP und SAP Lumira.

Ergebnisse

Eine erste Erkenntnis ist der Anstieg des durchschnittlichen %-Anteils an Usern in den Unternehmen.Während der Wert letztes Jahr bei nur knapp über 10% lag, ist der auf fast 13% angezogen. Schaut man ins Detail, zeigt sich, dass gerade der Anteil an Unternehmen, welche vorher bereits viele BI-User (>50%) hatten, sich nochmals erhöht hat.

Der Finanzbereich, Management und Vertrieb sind die Hauptnutzer von BI in den Unternehmen. Im Finanzbereich ist die Nutzung in den letzen Jahren auch noch kontinuierlich gestiegen und liegt bei über 80% der Unternehmen. Im Vergleich zeigt der mittelfristige Trend bei Management und Vertrieb leicht nach unten und liegt zwischen 60% und 70%. Bei großen BI-Installationen, zu denen auch SAP typischerweise gehören dürfte, ist die Tatsache, dass der Hersteller als Standard definiert ist ein wichtiger Grund. Nur die Funktionalität ist mit einigem Abstand noch wichtiger, was jedoch für Installationen jeglicher Größe der wichtigste Grund ist. Ein interessanter Unterschied zu Mittelgroßen Installationen ist die einfache Nutzung durch Report Designer und Report Empfänger. Bei großen Unternehmen spielt dies eine deutlich geringere Rolle als bei Mittelgroßen. Auch Performance, Flexibilität und das Preis-Performance-Verhältnis liegen deutlich unter den Mittelgroß-Unternehmen.

Keine Überraschung ist sicherlich, dass die BI-Werkzeuge im Schwerpunkt für Standardreporting, Ad hoc Query, Datenanalyse und Dashboards verwendet wird. Etwas abgeschlagen stehen noch Planung, Konsolidierung und Predictive Analytics. Wobei bei letzterem im Vergleich zu den anderen Punkten doch ein starkes Interesse da ist, dies in den nächsten 12 Monaten auszubauen oder ansonsten oft langfristige Planungen existieren.

Abschließen möchte ich mit den Trendthemen wie Mobile BI. 2011/2012 waren die Erwartungen für die nächsten 12 Monate und darüber hinaus hoch. Nach und nach hat sich die Nutzung gemächlich ausgebaut von 8% (2011) auf 21% (2015). Diese Entwicklung ist jedoch weit weg von den Erwartungen, welche jedes Jahr für die nächsten 12 Monate kommuniziert wurden und immer bei über 20% lagen.

Bei Cloud BI ist der Schwerpunkt der Nutzung nach Industrie genau auch dort, wo Cloud BI herkommt, nämlich aus dem IT-Sektor. Klassische Branchen wie Finanzdienstleistungen, Versorger oder der öffentliche Sektor sind hier noch deutlich zurückhaltender in der Nutzung.